Tausende Besucher beim Affentenniscup
Bild: Inderlied
So sehen Wiederholungstäter aus: Im goldenen Flitterregen feiern die „Tricotlosen Schnitzeljäger“ (v. l.) Felix Stiegelmaier, Andreas Blakert, Julian Blakert, Achim Reichel und Thorsten Kellner die Titelverteidigung beim Affentenniscup.
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Auf dem Gelände hinter dem Herzebrocker Hallenbad reckten die Damen von Team Louie sowie die Herren der Tricotlosen Schnitzeljäger vor Tausenden Zuschauern den Siegerpokal in die Höhe. „Das ist einfach unglaublich“, staunte Thorsten Kellner, der zum insgesamt dritten Mal die eigene Veranstaltung gewinnen konnte. Der Mitbegründer und Organisator des Affentenniscups schüttelte nur den Kopf und suchte nach Worten, während um ihn herum das goldene Lametta flatterte.

„Auf jeden Fall fühle ich mich besser als im vergangenen Jahr. Da kam alles so überraschend“, sagte Kellner. Mit seinen Mannschaftskollegen Andreas und Julian Blakert, Felix Stiegelmaier und Achim Reichel hatten die „Schnitzeljäger“ ihren Gegnern „Juventus Urin“ mit Heiko und Marco Hasken, Timo Schulze Grachtrup, Joachim Just und Uli Brockhoff, die im Jahr 2012 das Turnier gewonnen hatten, kaum eine Chance gelassen. Zuvor setzten sich beide Kombis in den Halbfinalspielen gegen die „Kampfschweine“ (Ralf Kuhlmann, Holger Bertling, Volker Kaddatz und Jens Schürmann) und die „Gentlemen“ (Pascal Brand, Thomas Schnitker, Lukas Krohn, Basti Turowsky und Karsten Klemp) durch, die jeweils den dritten Platz belegten.

Im Finale versetzten beide Teams die Zuschauer in der vollbesetzten ATC-Arena mit knallharten Schmetterbällen und wagemutigen Rettungsaktionen ins Staunen. „Wenn man einen wie den Julian Blakert in seiner Mannschaft hat, der solche Bomben in das gegnerische Feld haut, kann einem kaum noch etwas passieren“, sagte Kellner und gab zu, dass die lautstarke Atmosphäre ihre Wirkung nicht verfehlt hatte: „Da hat man schon Angst, ob der Aufschlag wirklich ins Feld geht. Schließlich zählt hier jeder Punkt.“

Es ist diese einzigartige Stimmung auf den mit Strohballen aufgebauten Rängen, die den Affentenniscup zu etwas ganz Besonderem macht. Die Veranstalter hatten unzählige Klatschpappen verteilt, mit denen die Zuschauer ordentlich Lärm entfachten. Knapp 1000 Menschen verfolgten die Finalspiele im Center Court. „So viele Leute in ein Strohballenstadion zu kriegen, macht richtig Bock“, sagte Stadionsprecher Volker Kaddatz und feuerte die Menge immer wieder an.

Wie sich ein Finale unter Flutlicht auf dem Center Court anfühlt, darüber könnten Fabienne Flaßkamp, Ines Siewecke, Maren Wieland, Britta Füchtenhans und Jana Rosenthal inzwischen ein Buch schreiben. Als „Team Louie“ sind die fünf Sportlerinnen seit 2013 in jedem Jahr im Endspiel vertreten. Die geballte Erfahrung bekamen die „Kann Nixchen“ mit Tina Pluhar, Theresa Hermsen, Sandra Köhler und Nicola Krause zu spüren.

In den Halbfinalspielen mussten sich die Truppe „Geh mal Bier hol’n“ (Larissa Hohma, Freda Kaschel, Carina Zurwieden und Imke Rafflenbeul) und der letztjährige Zweite „The White Stripes“ (Regine Topmöller, Melanie Kaupmann, Syenja Gohres, Erika Luft und Julia Wittop) mit dem jeweils dritten Platz zufriedengeben. Bevor ein krachendes Feuerwerk am Herzebrocker Abendhimmel die sportlichen Wettkämpfe auf den Sandplätzen beendete und eine rauschende Partynacht auf dem ATC-Gelände startete, räumte „Team Louie“ aber noch mit einem Gerücht auf: „Angeblich waren wir ja im Trainingslager für dieses Turnier“, sagte Britta Füchtenhans. „Das stimmt aber nicht.“ Eine Dauerserie wolle man jetzt aber trotzdem starten. „Das wäre doch etwas.“

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