UWG will gleichberechtigte Zentren
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Die rechtlichen und planerischen Vorgaben für die Entwicklung des Einzelhandels stehen derzeit in Herzebrock-Clarholz auf der kommunalpolitischen Agenda. Die vorgeschlagene Ausrichtung auf Herzebrock gefällt der UWG nicht.
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Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) reagiert und stellt einen Antrag für die Sitzung des Planungsausschusses am Montag, 26. Dezember (18 Uhr im Rathaus). Sie plädiert für ein Konzept mit zwei Hauptgeschäftsbereichen im Gemeindegebiet. Denn das sieht Junker und Kruse im Entwurf, über dessen Offenlage am Montag entschieden werden soll, nicht vor. Herzebrock gilt nach der Analyse des Dortmunder Büros als bedeutendster Angebotsstandort und Hauptgeschäftsbereich. Clarholz ist als Ortsteilzentrum eingestuft. Bereits bei der Entwurfsvorstellung machten einige Kommunalpolitiker den Widerspruch klar: Größere freie Flächen gibt es in Clarholz – dort soll sich aber kein großflächiger Einzelhandel mehr ansiedeln. Dieser soll nach Herzebrock – dort gibt es aber keine Flächen. Konkret schreibt die UWG: „Im Zentrum von Clarholz sind Flächen nutzbar, aber nach jetzigem Entwurf nur bedingt für eine weitere Einzelhandelsentwicklung erschließbar.“ Ein Tenor, der auch fraktionsübergreifend immer wieder ausgekommen sei. Die UWG schlägt jetzt vor, ein Konzept zu entwickeln, in dem die beiden Ortszentren Herzebrock und Clarholz als gleichberechtigte Hauptgeschäftsbereiche mit Versorgungsfunktion für die ganze Gemeinde auftauchen. Denn: „Im Entwurf werden genau diese Entwicklungsmöglichkeiten deutlich beschränkt“, bemängelt die UWG in ihrem Antrag. Durch zwei gleichberechtigte Hauptgeschäftsbereiche könnte die Doppelgemeinde „ihr gemeinsames Potenzial in Zukunft für alle Bürger nutzen“, heißt es weiter. Nur so würde sie sich durch eine Reglementierung ihre Möglichkeiten nicht verbauen, so sagen die Unabhängigen. Unterzeichnet hat den Antrag Fraktionsmitglied Klaus Austermann. Er war in einer Arbeitsgruppe tätig, die die Fortschreibung des Konzepts begleitet hat. Weiterhin gehörten diesem Kreis Bürgermeister Marco Diethelm, Verwaltungsvertreter, Mitglieder aller Fraktionen, für den Gewerbeverein der Vorsitzende Dirk Vogel sowie Ralf Rickel und Heinrich Westphal an. An zwei Terminen hat der Arbeitskreis im Frühjahr und Sommer gemeinsam mit dem Büro getagt.

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