Um 23 Uhr ist im mobilen Bierzelt Schluss 
Foto: Schäfer
Einen Hauch von Oktoberfest-Stimmung versprüht das mobile Bierzelt auf dem Areal neben dem Schützenheim der St.-Hubertus-Bruderschaft Clarholz-Heerde seit vergangenem Donnerstag. Mit dem Anstieg des Referenzwerts auf mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen im Kreis Gütersloh gilt dort eine neue Regel.
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Seit Donnerstag versprüht das mobile Bierzelt neben dem Schützenheim der St.-Hubertus-Bruderschaft Clarholz-Heerde einen Hauch Oktoberfest-Stimmung in der Doppelgemeinde. Obwohl der Inzidenzwert im Kreis Gütersloh mittlerweile die 50er-Marke geknackt hat, darf es auf dem Gelände an der Harsewinkeler Straße trotzdem weitergehen – allerdings mit einer Neuerung. 

Weder Fest noch Veranstaltung

„Um 23 Uhr muss der Betrieb eingestellt werden“, sagt Wilhelm Towara, Leiter des Fachbereichs Ordnung der Gemeinde Herzebrock-Clarholz. Heißt im Klartext: Dann müssen alle Gäste das Zelt verlassen. Mit weiteren Einschränkungen müsse vorerst nicht gerechnet werden, weil es sich bei dem mobilen Bierzelt weder um ein Fest noch um eine Veranstaltung handele. „Es ist wie eine Schankwirtschaft zu beurteilen“, erläutert Towara. Zugute komme dem Betreiber zudem, dass er vor dem 10. Oktober eine Ausschankerlaubnis bei der Gemeinde beantragt habe, so Towara. Es gelte also der sogenannte Vertrauensschutz. 

Die Gemeinde habe anfangs Bedenken gehabt, den Antrag zu bewilligen, so Towara. Man habe letztlich abgewogen, habe im Vorfeld mehrfach mit dem Betreiber über das Hygienekonzept gesprochen und es sich vor der Öffnung vor Ort angeschaut. Zudem seien am Wochenende Kontrollen durchgeführt worden. Bei denen sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass alles seine Ordnung habe. Für eine Erlaubnis habe zudem der gesellschaftliche Aspekt gesprochen, erläutert Towara. Man könne schließlich nicht alles verbieten. 

Betreiber zieht erste positive Bilanz

An den ersten vier Öffnungstagen wurde das Angebot laut dem Betreiber Carsten Lönne gut angenommen. Etwas schleppend sei es am Donnerstag mit rund 20 Gästen losgegangen. Am Freitag und Samstag habe sich die Zahl der Besucher zwischen 40 und 60 Personen bewegt. Und auch am Sonntag kamen etliche Besucher, um sich ein Maß frisch gezapftes Oktoberfestbier schmecken zu lassen – allerdings erst am Nachmittag und nicht zum Frühshoppen. „Wir sind mit wenig zufrieden, weil wir als Schausteller wegen Corona ansonsten gar keine Einnahmen hätten“, sagt Lönne, der sich freut, dass das mobile Bierzelt weiterhin öffnen darf.

Geöffnet sind die Heerder Wiesn, die auf dem Areal neben dem Schützenheim der St.-Hubertus-Bruderschaft an der Harsewinkeler Straße stattfinden, noch an den kommenden drei Wochenenden: donnerstags von 17 bis 22 Uhr, freitags von 17 bis 23 Uhr, samstags von 16 bis 23 Uhr und sonntags von 12 bis 21 Uhr. 

Anmeldung nicht erforderlich

Eine Anmeldung ist laut dem Betreiber Carsten Lönne nicht erforderlich. In dem mobilen Festzelt, das auch schon im Nachbarort Lette gestanden hat, gelten für Besucher unter anderem folgende Regeln: Zutritt wird den Gästen nur mit Mund-Nasen-Schutz gestattet. Er darf nur am Tisch abgesetzt werden. Zudem ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

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