Vergabe der Grundstücke verzögert sich
Bild: Schäfer
Wann der Startschuss für die Bebauung des Gebiets Feldbusch-Ost tatsächlich fällt, ist noch offen. Das vorgesehene Vergabeverfahren soll im Winter beginnen. Interessenten gibt es mehr als genug. Auf die rund 40 Grundstücke haben 100 Bewerber ein Auge geworfen.
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Jetzt hofft die Verwaltung, im Dezember mit dem vorgesehenen Vergabeverfahren starten zu können. Jüngst standen erneut einige Aspekte im Planungsausschuss zur Abstimmung. Sie bezogen sich unter anderem auf externe Ausgleichsmaßnahmen, Nutzungsmaße und die Zahl von Wohnungen auf den Grundstücken. Fachbereichsleiter Karl-Hermann Schlepphorst regte an, auch für Einfriedungen grelle und glänzende Materialien auszuschließen.

Gutachten stehen noch aus

„Es fehlen noch einige gutachterliche Aspekte“, wies Schlepphorst auf zwei Punkte hin, die sich im Zug der Offenlage ergeben haben. Zu denen hatte die Verwaltung den Kommunalpolitikern mangels entsprechender fachlicher Bewertung noch keinen Beschlussvorschlag gemacht.

Einmal handelt es sich um die Stellungnahme eines Anliegers, der sich bereits mehrfach zum Verkehrsaufkommen am Feldbusch geäußert hat. Letztlich fordert er eine Reduzierung und Vermeidung von zusätzlichen Lärmbelästigungen. Schall- und Verkehrsgutachten dazu sind noch in der Bearbeitung.

Landwirt befürchtet Nachteile

Gleiches gilt für die Bewertung einer weiteren Stellungnahme. Der Unterzeichner wird vertreten vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, Kreis Gütersloh. In dem Brief wird dargelegt, dass der landwirtschaftliche Betrieb in unmittelbarer Nähe zum Plangebiet derzeit im Nebenerwerb aktiv bewirtschaftet wird. Der vorhandene Kuh- und Bullenstall sei aktuell zwar nicht belegt, solle aber wieder mit Tieren besetzt werden, was die erneute Nutzung des Güllebehälters einschließe.

Eventuell erneute Offenlage der Pläne

Die an den landwirtschaftlichen Betrieb heranrückende Wohnbebauung bedeute erhebliche Nachteile, führt der Landwirtschaftsverband aus. „Immissionsrechtliche Konflikte“ seien zu befürchten, heißt es weiter. Daher würden die geplante Bebauung Feldbusch-Ost sowie die vorausgegangene Änderung des Flächennutzungsplans abgelehnt. Ein Fachgutachter aus Bielefeld sei inzwischen mit dem Thema beschäftigt, so Schlepphorst. Ergebnisse würden in der nächsten Sitzungsrunde erörtert.

Eine erneute Offenlage der Pläne könnte sich anschließen. Sollten sich keine weiteren Verzögerungen ergeben, ist vorgesehen, dass der Rat am 5. Oktober einen Verkaufspreis für die rund 40 Grundstücke (es gibt 100 Bewerber) festlegt.

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