Verkehrsuntersuchung im Pöppelkamp
Bild: Reinhardt
Nach der Testphase, in der die Verkehrsuntersuchungen durchgeführt wurden, stellten die Bauhofmitarbeiter Ludger Beukmann (Mitte) und Heiner Pohlmeier die Absperrpfosten im Pöppelkamp wieder auf. Mit dabei: Reinhard Mainka aus dem Rathaus.
Bild: Reinhardt

„In der Siedlung gibt es Schleichverkehr, aber auf einem Niveau, das uns überhaupt keine Sorgen macht“, sagte der Ingenieur am Donnerstagabend bei der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Sicherheit und Ordnung, zu der auch viele interessierte Herzebrocker gekommen waren. Rödel bezeichnete den Pöppelkamp als ein „wunderschönes abgeschlossenes Wohngebiet“.

Für eine Testphase von einem halben Jahr war die Siedlung im Dezember von seinen Absperrpfosten befreit worden, die seit 1996 am Pöppelkamp Ecke Theodor-Körner-Straße, an der Wagenfeldstraße Ecke Fritz-Reuter-Straße und an der Theodor-Körner-Straße Ecke Thomas-Mann-Straße stehen. In dieser Zeit hatte das Büro aus Kamp-Lintfort seine Untersuchungen gemacht, bevor der Bauhof die Pfosten Anfang Mai wieder aufstellte.

Acht Zählstellen hatte man an allen Straßen, die aus der Siedlung herausführen, eingerichtet. Dort gab es jeweils einwöchige Radarmessungen. Dabei wurde Quell- und Zielverkehr durch Anwohner, Besucher und Versorger, Binnenverkehr und Durchgangsverkehr festgestellt. „Binnenverkehr sowie Quell- und Zielverkehr sind unvermeidbare Fahrten“, betonte Rödel. Absperrungen hätten deshalb das Hauptziel, Durchgangsverkehr aus einer Siedlung herauszuhalten. Und der ist nach den Untersuchungsergebnissen gering.

Der Durchgangsverkehr auf der Schillerstraße umfasste während des vormittäglichen Berufsverkehrs zwischen 5.30 und 7.30 Uhr (Schichtwechsel bei der Firma Craemer) maximal 26 Autos und auf der Goethestraße maximal 16 Autos. Das entspreche einer Autofahrt alle 4,5 beziehungsweise alle 7,5 Minuten und mache keinen Anwohner das Leben unmöglich, so Thomas Rödel.

Dasselbe gelte auch für die Wagenfeldstraße und den Pöppelkamp. Auf Anregung eines Betroffenen wurde auch speziell auf dieser Achse der Verkehr gezählt. In der nachmittäglichen Spitzenstunde zählte das Büro im Durchgangsverkehr vier Autos. Auch das absolute Verkehrsaufkommen von 88 Autos sei für eine Sammelstraße sehr gering, so Rödel.

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