Vierjährige müssen im Bad Eintritt zahlen
Archivbild: Reinhardt
Im Herzebrocker Hallenbad müssen Kinder ab vier Jahren ab 1. März Eintritt bezahlen.
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Ein Ratsmitglied enthielt sich bei seiner jüngsten Sitzung der Stimme. Auch Begleitpersonen von Kindern sollen künftig im Herzebrocker Hallenbad bezahlen. Ausgenommen davon sind lediglich Erwachsene, die Kinder beim Anfängerschwimmen begleiten. „Vierjährige kommen allein in der Umkleidekabine überhaupt noch nicht zurecht. Sie brauchen jemanden, der ihnen hilft“, hatte UWG-Ratsfrau Reyna Baum dazu angemerkt und war bei den Ratsmitgliedern damit auf offenen Ohren gestoßen.

Bürgermeister Marco Diethelm (CDU) erläuterte, dass es ihm in erster Linie darum gehe, dass die Eltern nicht mehr in Alltagskleidung am Beckenrand sitzen. Das berge eine zusätzliche Gefahrenquelle.

GAL-Ratsfrau Petra Lakebrink plädierte dafür, wie bisher Kindern bis einschließlich sechs Jahren freien Eintritt zu gewähren. Weil immer weniger Kinder schwimmen könnten, halte sie dieses Angebot für richtig. Günter Wittkowski bezeichnete den Beschluss als „albern“. „Die paar Cent werden unseren Zuschuss zum Hallenbad auch nicht retten“, so der UWG-Vorsitzende. Die Neuregelung tritt am Dienstag, 1. März, in Kraft.

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