Von-Zumbusch-Schüler im Fischschwarm
Zufrieden zeigte sich Fritz Pietz beim prüfenden Blick auf die Arbeiten von Joline Frerich (links) und Nicole Grasel.

Dabei hat der Dülmener ein genaues Konzept im Kopf. Prinzipiell können die jungen Akteure aus sieben Farben wählen, doch für jedes Unikat kommen nur vier zum Einsatz. „Alle haben es bisher richtig gemacht, doch gleich wird‘s kompliziert“, sagt der Künstler zur 6 c. Neun Klassen hatte er heute Morgen im Kunstraum der Schule zu Gast, am  Mittwoch folgen weitere sechs. Insgesamt entstehen so an die 400 Fische. Auch das Kollegium ist aufgefordert, sich individuell zu verewigen.

Wie ein ungekehrtes Aquarium

Aus den mitschwimmenden Pädagogen entsteht dann im Bereich der Aula der ganze Schwarm: Entlang des Umlaufs, der den Blick vom ersten Geschoss nach unten ermöglicht. „Der wurde bereits in einem hellen Blau neu gestrichen“, so Fritz Pietz. „Ihr müsst euch das vorstellen wie ein umgekehrtes Aquarium“, erläuterte er der 8 a das Gesamtprojekt, das mit dem Geld des letzten Sponsorenlaufs der Schule realisiert wird. Dort, wo alle durchgehen und sich alle aufhalten, sei also demnächst ein Stück jedes Schülers zu finden. „Ein Fischschwarm, der immer in Bewegung ist.“ Schritt für Schritt begleitet er die Schüler, um ihnen auch sein Farbkonzept näher zu bringen. Erst entsteht die Kontur auf dem weiß getünchten, rechteckigen Stück Holz. Dann werden Kopf und Flosse abgeteilt. „Die müssen in unterschiedlichen Farben ausgemalt werden“, so Pietz.

Schulleitung meldet Vollzug

Sechs Pastelltöne und ein kräftiges Blau stehen zur Wahl. Den Körper können die Kinder und Jugendlichen in drei oder fünf Felder unterteilen. Auch dort folgen sie dem farblichen Konzept des Künstlers. Immerhin soll das Gesamtwerk später als Einheit wirken, auch wenn jedes Stück gleichzeitig individuell ist. Darum geht es Fritz Pietz bei dem Gemeinschaftsprojekt, in das sich jeder einbringt und das letztlich als Ganzes wirkt. In Eigenregie werden die Meeresbewohner in einer weiteren Stunde fertiggestellt. „Wenn alle Fische fertig sind, ruft mich die Schulleitung an, und ich werde die Teile an dem Umlauf befestigen“, weckte Pietz bei den jungen Kunstfreunden Vorfreude.

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