Waffelverkauf für Bolivien am Pfarrheim
Spendenübergabe: Reyna Baum übereicht einen Teil des Geldes aus ihren Aktionen an Schwester Katharina Frerich.

Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen des Eine-Welt-Ladens will Reyna Baum vor dem Herzebrocker Pfarrzentrum St. Christina Waffeln verkaufen. „Jeder Euro kommt den Kindern in Bolivien zugute“, betont die Organisatorin.

Bereits beim Büchersonntag im vergangenen Jahr war Reyna Baum mit ihrem Waffelverkauf erfolgreich. „Durch diese Aktion sowie durch Spenden von Privatpersonen und die Unterstützung der Josefschule Herzebrock kamen mehr als 400 Euro zusammen“, berichtet die Herzebrockerin. Die Schüler und Lehrer der Josefschule hatten am Namenstag der Bildungseinrichtung zu einem Fastenfrühstück eingeladen. Das Geld, das sie sonst für Zutaten zu einem Feier-Frühstück ausgegeben hätten, wurde gespendet und soll den bedürftigen Kindern zugutekommen.

Traditionell macht sich kurz nach Weihnachten eine mit Reyna Baum bekannte bolivianische Familie in ihrer Heimat auf den Weg, um Päckchen zu verteilen. Mit einem vollgepackten Auto geht es auf die Straßen in Copacabana. Im vergangenen Jahr besuchte die Familie Campos erstmals auch das Dorf Oruro. Es ist für den größten Indigena-Anteil (Ureinwohner) in Bolivien bekannt. Die Familie Campos verteilte Decken, Nahrungsmittel, Trinkwasser, warme Kleidung und Spielsachen. Die Mädchen und Jungen waren überglücklich. In diesem Jahr waren die Helfer auch in La Paz, der Hauptstadt von Bolivien, aktiv. Denn auch dort gibt es viele Kinder, die in ärmlichen Verhältnissen leben.

Ein Teil des Geldes ging an Schwester Katharina Frerich. Viele in Herzebrock-Clarholz kennen sie. In El Alto, im Krankenhaus Sagrado Corazon de Jesus in der Nähe von La Paz, ist ihre Aufgabe die Begleitung der Kranken, damit sie nicht nur gut versorgt, sondern auch seelsorgerisch betreut werden. Oft ist Katharina Frerich auf der Kinderstation und genau dort soll das Geld eingesetzt werden, für Behandlungskosten oder für Spielsachen und Kuscheltiere, „denn die Kinder sind meistens allein im Krankenhaus, weil die Eltern arbeiten müssen“, so Reyna Baum. Das Geld konnte sie kürzlich Schwester Katharina Frerich übergeben, als die sich auf Heimaturlaub in Herzebrock befand.

SOCIAL BOOKMARKS