Wasserschaden in der Gnadenkirche
Bild: Bünte
Ein gutes Dutzend Löcher wurde gebohrt und die Trocknungsrohre wurden eingebracht: Pfarrerin Verena Westermann an den Trocknungsanlagen.
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Ein kapitaler Wasserschaden. Vermutlich verursacht durch einen Rohrbruch im oberen Stockwerk. Am Sonntag, 5. Februar, habe der Gottesdienst ganz normal stattgefunden. Am Montag wollten die Helferinnen der Altenstube Kaffee kochen und sahen sich dem Desaster gegenüber. In der Küche kam das Wasser aus der Decke. Im oberen Stock stand es knöcheltief. Geistesgegenwärtig habe Küsterin Kristina Kretschmer die Sicherungen herausgenommen und dann Ansprechpartner angerufen, unter anderem Detlef Nippert. Auf den ersten Schreck folgten Schritt für Schritt erste Maßnahmen: Das Zudrehen des Hauptwasserhahns gehörte dazu, das Ausräumen und der Abbau der Küche, Telefonate und Absprachen. Fachbetriebe wurden kontaktiert. ein Elektriker sorgte wieder für Strom.

Im oberen Stockwerk zeigt Detlef Nippert den Riss in der Leitung. So deutlich wie unscheinbar wirkt er angesichts des Schadens. Aber niemand weiß genau, wann das Wasser seinen Lauf außerhalb der Leitung antrat. Presbyter Nippert vermutet einen Frostschaden, der das Loch verursacht hat. Aktuell ist strenger Frost kein Thema, vor allem nicht im Gebäude: Denn dort läuft die Trocknung, und das noch über einige Wochen. Ein gutes Dutzend Löcher wurde gebohrt und die Trocknungsrohre wurden eingebracht. Auch im Kirchenbereich: „Da liegt wohl eine Betonwanne unter den Fliesen, und in der Isolierung hat sich Wasser angesammelt“, so Detlef Nippert. Allerdings sei nur rund die Hälfte des Raums betroffen. Da sieht es in Küche, Vorraum und WC-Bereich schlechter aus.

Detlef Nippert schätzt den Schaden auf rund 25 000 Euro. Gruppen der evangelischen Kirche zeigen sich flexibel, weichen an andere Orte aus oder organisieren sich anderweitig. Gottesdienste können aber in der Gnadenkirche gefeiert werden. „Das ging auch am vergangenen Sonntag“, bekräftigt Verena Westermann. Sie ist dankbar, in Detlef Nippert tatkräftige Hilfe zu haben. Und allen Unannehmlichkeiten zum Trotz weiß sie, dass sich ein Sachschaden beheben lässt. „Wäre ein Mensch zu Schaden gekommen, wäre das schlimmer.“

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