Weihnachtssingen am Quenhorner Eck 
Bild: Petermeier
Bei Glühwein und Plätzchen trafen sich die Nachbarn zum Weihnachtssingen: (v. l.) Adrian Witte, Bernd Uekötter und Albert Kuhre organisieren regelmäßig Veranstaltungen am Quenhorner Eck.
Bild: Petermeier

Ausgestattet mit Glühwein, Plätzchen und Liederheften gaben sie klassische Weihnachtslieder in ihrem selbst gebauten Bushaltestellenhäuschen zum Besten. Seit dem gemeinsamen Bau vor fünf Jahren ist das unauffällig am Straßenrand stehende Häuschen für die Quenhorner zum wahren Veranstaltungsort geworden. Vor einigen Jahren stand an selber Stelle noch eine alte Blechhütte, deren Dach durchgerostet und insgesamt über die Zeit marode geworden war. Nach einer Befragung der Nachbarschaft mit anschließender Abstimmung stand der Entschluss fest: Gemeinsam sollte ein neues Häuschen gebaut werden. Im Winter 2009 begannen die Bauarbeiten. Unterstützt wurde die Nachbarschaft dabei von Zimmermeister Ludger Korsmeier. „Wir haben beim Bau viele schöne Stunden zusammen verbracht. So etwas prägt die Nachbarschaft total“, erinnerte sich Bernd Uekötter.

Doch von Stillstand keine Spur: Nach der Hauptbauphase wählte die Nachbarschaft schnell einen Vorstand. Adrian Witte, Albert Kuhre und Bernd Uekötter sollten fortan die Organisation von Veranstaltungen und weitere Bauvorhaben planen. So wurde im Anschluss beispielsweise eine Linde vor das Häuschen gepflanzt und ein Schaukasten mit einer Übersicht an aktuellen Ereignissen errichtet. D

er Bau hat die Nachbarschaft zusammengebracht: Auch nach der Fertigstellung traf sich die Mannschaft noch des Öfteren am gemeinsam errichteten Häuschen. Schnell wurde aus den Treffen eine Gewohnheit, die nun bereits seit fünf Jahren Bestand hat. So wird im Frühjahr ein Maibaum errichtet, zur Erntezeit die passende Erntekrone gebunden und einen Abend vor Silvester trifft man sich zum gemeinsamen Weihnachtsliedersingen am Quenhorner Eck. „Das sind feste Punkte im Jahr, die sich jeder merken kann. Dann muss man nicht immer dafür herumtelefonieren“, fasst Albert Kuhre zusammen. Das jährliche Weihnachtssingen sei besonders beliebt. Knapp 60 Interessierte im Alter von 8 bis 77 Jahren fanden sich in diesem Jahr mit Mütze und Schal ausgestattet am Bushaltehäuschen ein. Während die einen Stehtische aufbauen, bringen andere das passende Grillgut mit. Gemeinsam für einen schönen Abend – so lautet das Motto der Nachbarschaft.

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