Wichtel-Dienst steht Senioren zur Seite
Bild: Schäfer
Schraubendreher, Zollstock und Hammer kommen beim Wichtel-Dienst von Manfred Perrey (links) und Karl-Heinz Jehn zum Einsatz.
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Seit fast acht Jahren ist Manfred Perrey (77) für den Wichtel-Dienst des Seniorenbüros unterwegs. Praktisch von Anfang an. Auf fünf Jahre Erfahrung mit dem Service greift Karl-Heinz Jehn (78) zurück. Die erste gute Tat Perreys liegt zwar lange zurück, aber ist noch präsent: „Das war in der Tat das Auswechseln von Glühbirnen.“ Die betagte Frau mochte nicht auf eine Leiter steigen. Kein Einzelfall, betont Karl-Heinz Jehn im Gespräch. Aber auch nicht die Regel: „Es geht einfach um Kleinigkeiten, die Älteren aber schon Schwierigkeiten bereiten“, so die beiden Männer vom WichtelDienst, der vom Seniorenbüro koordiniert wird. Ob eine defekte Haustürklingel oder eine klemmende Tür, ob eine kleine Fläche von abgebröckeltem Putz oder das Instandsetzen des geliebten Fernsehsessels: Die beiden Praktiker kümmern sich um die Lösung von Problemen, die älteren Menschen im Alltag eben nicht mehr leicht von der Hand gehen. Oder die niemanden in Rufweite haben, der „mal eben mit anpackt“. Das kann der Haken in der Decke ebenso sein wie der Aufbau einer kleinen Rampe, damit ein Rollstuhlfahrer ohne Probleme auf die eigenen Terrasse kommt. Als ausgebildeter Tischler ist es für Karl-Heinz Jehn kein Problem, ein Scharnier zu wechseln, auch wenn er nach seiner Ausbildung lange Jahre kaufmännisch tätig war.

Keine Handwerker-Konkurrenz

„Wir sind aber keine Konkurrenz zum Handwerk“, so Manfred Perrey, ehemaliger Bauingenieur. Die Aufgaben, die die beiden erledigen, seien vom Aufwand und Umfang zu gering für die Fachbetriebe. Zum überwiegenden Teil sind es alleinstehende Frauen, die sich melden und um Hilfe bitten. Die gibt es kurzfristig und gegen eine Aufwandspauschale von fünf Euro vom Wichtel-Dienst des Seniorenbüros. Hinzu kommen eventuell noch Auslagen für Material. „Das Geld kommt in die allgemeine Kasse des Büros“, informiert Jehn. Wie oft sie als gute Geister unterwegs sind, können sie nicht genau sagen: „In letzter Zeit beispielsweise wenig. Dann aber häuft es sich wieder“, so Perrey. Unterstützt werden die beiden seit kurzem noch von Franz Hanser. Und so lange sie fit sind, wollen sie sich weiter einsetzen, damit aus kleinen Schwierigkeiten keine großen Probleme erwachsen. Das Seniorenbüro im Zumbusch-Haus an der Clarholzer Straße ist montags bis donnerstags von 14 bis 15 Uhr besetzt, w 8579868.

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