Wilbrandschule feiert Goldjubiläum
Bild: Schäfer
Zum allerersten Jahrgang der Wilbrandschule gehörte Annette Gehrmann. Zum 50-jährigen Bestehen gibt es ein Wiedersehen mit ehemaligen Klassenkameraden.
Bild: Schäfer

Der erste Einschulungsjahrgang aus dem Jahr 1969 ist dabei. 90 Mädchen und Jungen gingen vor einem halben Jahrhundert an den Start – aufgeteilt in drei Klassen. Eine von ihnen war Annette Gehrmann. Und sie hatte mit weiteren ehemaligen Klassenkameraden vor rund zwei Jahren die Idee, ein Wiedersehen der ersten Wilbrandschüler auf die Beine zu stellen. Mit im Boot war und ist vor allem Burkhard Kreft, der Annette Gehrmann bei einem Heimatbesuch – der Arzt lebt inzwischen in Hildesheim – traf und die Idee begeistert aufnahm. Als „Zahlenmensch“, so bezeichnet sich Annette Gehrmann, habe sie schnell 2019 und das 50-jährige Schulbestehen als Veranstaltungsjahr im Kopf gehabt, sagt die Clarholzerin.

Bis es konkret wurde, hat es aber noch gedauert. Im vergangenen Herbst habe sich Burkhard Kreft nach den Plänen für das Klassentreffen erkundigt und den Anstoß für das weitere Vorgehen gegeben. Gemeinsam ging es ans Werk. Kein ganz leichtes Unterfangen: Adressen und Namensänderungen von 88 Personen in Zeiten der Datenschutzgrundverordnung ausfindig zu machen – eine Sisyphusarbeit. Erleichtert wurde die Suche durch den Umstand, „dass fast die Hälfte der Erstklässler von damals im Ort geblieben ist“, so Annette Gehrmann. Und so wurde bei Geschwistern oder Eltern nachgehakt. „Bis auf zwei oder drei haben wir schließlich alle zusammengehabt“, so die ehemalige Wilbrandschülerin. Einladungen wurden verfasst und versandt. „Die Resonanz war klasse. Einige können aufgrund anderer Verpflichtung nicht, aber wir haben 54 Anmeldungen“, berichtet Annette Gehrmann voller Freude. Der Termin für das Wiedersehen wurde in Abstimmung mit der Schule auf den 29. Juni gelegt. Dann steigt auch das große Schulfest. Der erste Jahrgang ist bereits zum Festakt eingeladen und erhält im Anschluss eine besondere Führung durch die Räume, bevor sich die Gruppe zum Feiern nach Herzebrock begibt.

Es gibt einige Besonderheiten aus der Grundschulzeit, an die sich Annette Gehrmann erinnert: Das zweite und dritte Schuljahr sind ihr im Gedächtnis geblieben. „Damals herrschte so ein Lehrermangel, dass eineinhalb Klassen zusammen unterrichtet wurden“, erzählt Annette Gehrmann. Es gab also zwei an Stelle von drei Klassen. „Wir waren in dieser Zeit 45 Schüler in der Klasse.“

SOCIAL BOOKMARKS