Wilbrandschule vor 50 Jahren gegründet
Bild: Schäfer
Nicht nur gesanglich, auch optisch tritt der Schulchor jetzt als Einheit auf. Der Förderverein spendete T-Shirts.   
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Denn nicht nur Clarholzer besuchten vor fünf Jahrzehnten die Hauptschule. Auch junge Menschen aus Lette waren dabei – und die Gebietsreform stand vor der Tür. Die Entwicklungen gaben den Zweiflern recht: 1969 entschied sich die Gemeinde Lette für den Anschluss an Oelde, ein Jahr später wurde sie eingemeindet. Der Bestand der Wilbrand-Hauptschule, die insgesamt als sogenannte Mittelpunktschule in der Siedlung Heitkamp an der Schulstraße gebaut worden war, war gefährdet. Und was sich bereits abzeichnete, wurde 1975 konkret: Gegen den Willen der Gemeinde verfügte der damalige Regierungspräsident die Auflösung der Hauptschule in Clarholz. Von da an gingen die Kinder und Jugendlichen aus der Gemeinde an die Von-Zumbusch-Hauptschule nach Herzebrock. Das berichtet Heinrich Schürmann (1940 – 2008), Heimatkundler und ehemaliger Rektor der Wilbrandschule im Buch zur 850-Jahr-Feier der Orte Clarholz und Lette. Wissenswertes findet sich auch auf der Internetseite der Schule: Demnach gehörten zu dieser Zeit zwei große Schulhöfe, ein Innenhof (anfangs noch mit Springbrunnen), ein Lehrschwimmbecken, eine Turnhalle, eine Aula mit Platz für 300 Personen, acht Klassen- und weitere Fachräume zur Schule. Von 1973 bis 1998 war auch ein Schulkindergarten angegliedert, der von Mädchen und Jungen besucht wurde, die zwar schulpflichtig, aber nicht schulreif waren. In den Jahren 1985 bis 1987 wurde die neue Zweifach-Turnhalle in direkter Nachbarschaft zur Schule gebaut. 2010 und 2011 wurde die Einrichtung energetisch saniert. Der Name der Schule erinnert an Johann Bernhard Wilbrand (1779 – 1846), der als Sohn einfacher Kötter in der Bauerschaft Samtholz geboren wurde und später in Gießen forschte und lehrte. Heute besuchen 247 Jungen und Mädchen in zwölf Klassen die Wilbrandschule. Sie wollen das 50-jährige Bestehen „ihrer“ Schule ausgiebig feiern. Unter anderem mit einem Fest am Samstag, 29. Juni. Ein Theaterbesuch in Gütersloh liegt bereits hinter den dritten und vierten Klassen. In den Genuss einer Vorführung des Nienkamp-Puppentheaters kommen die jüngeren Jahrgänge im April. Dann steht „Robin Hood“ für sie auf dem Stundenplan.

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