Zweite Sichtung eines Eisvogels gemeldet
Bild: Lothar Schäfer
An einem Regenrückhaltebecken in der Kommune ist dieser Eisvogel gesichtet worden. Die Aufnahme stellte der Herzebrock-Clarholzer Lothar Schäfer zur Verfügung.
Bild: Lothar Schäfer

Es ist innerhalb der vergangenen Jahre die zweite Sichtung des Vogels, der als Wintergast vor Ort ist. Darüber informierte Marco Schröder. Als stellvertretender Leiter der Gemeindewerke ist er unter anderem zuständig für die Regenrückhaltebecken. Im Jahr 2014 sei zuletzt ein Eisvogel gemeldet worden.

Ein Aspekt dabei freut Schröder besonders: Das Tier gilt als Indikator für gesunde Gewässer. Denn in stark industrialisierten, dicht bevölkerten Regionen sei er mittlerweile eine ausgesprochene Seltenheit, schreibt unter anderem der Naturschutzbund Deutschland zu dem spatzengroßen Vogel.

„Technische Anlage im Einklang mit der Natur“

Für Marco Schröder zeigt damit die Handhabung, die Regenrückhaltebecken möglichst naturbelassen zu halten, Erfolg. „Eine technische Anlage im Einklang mit der Natur“, so Schröder. Er weiß, dass die Bereiche, die zum Teil sehr nah an der Wohnbebauung liegen, keine Brutstandorte der Eisvögel sind, sondern eher Nahrungsplätze. „Für den Nestbau fehlen die Voraussetzungen wie Abbruchkanten oder Ufersteilwände“, sagt der stellvertretende Werksleiter. „Das heißt, es muss auch Fische in dem Gewässer geben, an dem er gesehen wurde“, so Schröder.

Das kann Lothar Schäfer nur bestätigten. Regelmäßig hat er den Eisvogel in den vergangenen Wochen beobachtet. Insbesondere, wenn das Tier pfeilschnell von seinem Beobachtungsposten ins Wasser tauchte, um einen Fisch zu ergattern. Mit der Freude über die Sichtung verbindet er den Wunsch, dass die betreffenden Flächen nicht betreten und der Zaun als Grenze respektiert werden sollte. „Manchmal zerstören die Menschen sogar den Maschendraht, um ans Wasser zu gelangen“, bedauert er.

Defekte Zaunanlagen werden schnellstmöglich repariert, so Marco Schröder. Und selbstverständlich gelte es darüber hinaus, notwendige Pflegemaßnahmen an den Gewässern vorzunehmen. Wenn beispielsweise Wurzeln drohen, einen Rohrzufluss zu blockieren, müsse gehandelt werden. Es gelte, die Funktionalität der Anlagen zu gewährleisten, so Schröder. In diesem Punkt gehe die Gemeinde mit Fingerspitzengefühl vor – im Sinne der naturbelassenen Entwicklung.

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