263 Delikte stören ländliche Idylle

2009 waren es 222. Die gute Nachricht: In 130 Fällen wurden die Delikte aufgeklärt. Trauriger Spitzenreiter in der Erhebung sind Diebstähle. 108 registrierte die Polizei, 110 waren es ein Jahr zuvor. Dass lediglich 23 dieser Vergehen 2010 aufgeklärt wurden, kommt einer geringen Quote gleich. Zugenommen hat die Straßenkriminalität. Hier stieg die Zahl um acht auf 75 Fälle, von denen 17 geklärt wurden. Zur Straßenkriminalität zählen unter anderem Handtaschenraub und Überfälle auf Straßen, Plätzen und Wegen.

Fahrzeuge beschädigt

Neun Wohnungseinbrüche wurden im vergangenen Jahr der Polizei gemeldet, drei mehr als im Vorjahr. Lediglich in drei Fällen wurden Einbrecher ermittelt. Ziel von Straftaten ist vermehrt das Kraftfahrzeug. Dieser Negativtrend geht auch an Langenberg nicht vorbei. Acht Delikte wurden aktenkundig, bei denen entweder etwas von oder aus einem Kraftfahrzeug gestohlen wurde. Alarmierend der Hang zu sinnloser Aggressivität: 20-mal wurden die Ordnungshüter gerufen, weil Sachbeschädigung an einem Fahrzeug festgestellt wurde. In sechs Fällen kam der Eigentümer zu seinem Recht. 2009 hatten in 13 Fällen Kriminelle Fahrzeuge mutwillig beschädigt, ohne den Besitzer über den Schaden zu informieren. Besonders hoch hingegen ist die Aufklärungsquote bei den Rauschgiftdelikten: Sechs von sieben wurden 2010 in Langenberg als erledigt zu den Akten gelegt. Verschwindend gering dagegen der Erfolg bei der Aufklärung von Fahrraddiebstähle: 31 Leezen (2009=37) verschwanden, in einem Fall führten die Ermittlungen zum Erfolg. In der Sparte Gewaltkriminalität führt die Kreispolizei Gütersloh für die Gemeinde Langenberg eine Verdreifachung der Straftaten auf 15 Fälle an, von den 12 geklärt sind. Raub, schwere und gefährliche Körperverletzung sind diesen Straftaten per Definition zuzurechnen.

100 Prozent aufgeklärt

Zugenommen haben auch die Rohheitsdelikte, die im Vergleich zu 2009 von 33 auf 42 anstiegen. Hier hatte die Polizei im Beobachtungszeitraum in 37 Fälle bei ihren Ermittlungen Erfolg. Eine 100-prozentige Aufklärung wird der „Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ zugemessen. Sexueller Missbrauch und das Ausnutzen von Abhängigkeitsverhältnissen ist diesem Segment genauso zuzurechnen wie Exhibitionismus und Vergewaltigungen. 2009 noch wurden zwei Verbrechen dieser Kategorie registriert.

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