Ärger schlägt in Tierquälerei um
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Nach Informationen aus dem Langenberger Rathaus ist es in den vergangenen Tagen zu einem Fall der Tierquälerei gekommen, die vermutlich auf Ärger über Hundekot im öffentlichen Raum zurückzuführen ist. Am Pastors Kamp hatte ein Hund nach einem abendlichen Spaziergang mit seinem Halter Vergiftungserscheinungen gezeigt.
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Der Ärger über die achtlos zurückgelassenen Hinterlassenschaften der Tiere scheint sich in Langenberg mancherorts in puren Hass auf die Vierbeiner zu verwandeln. Darüber informiert die Langenberger Verwaltung.

Ärger ist vorprogrammiert

Mit der Zahl der Einwohner ist auch die Zahl der Hunde in der Gemeinde in den vergangenen Jahren konstant gestiegen. Mittlerweile tummeln sich fast 900 beste Freunde des Menschen in den Familien und Haushalten in Langenberg – und beim Gassigehen eben auch auf den Straßen, Wegen und Plätzen. Das große Geschäft von Dackel und Co., das möglichst nah an der Strecke gelegt wird, bleibt bei manchem Herrchen oder Frauchen auch mal liegen – zum Ärger der tierlosen Bürger und derer, die zwar Fellnasen im Haushalt haben, sich aber an die Beseitigungspflicht von Hundekot halten. 

Die Menge an Beschwerden, die zum Thema im Rathaus eingehen, ist in der jüngeren Vergangenheit angestiegen. Und mit ihr die Zahl der öffentlichen Hinweise der Verwaltung, in denen auf die Anlein- und Hundekotbeseitigungspflicht aufmerksam gemacht wird. Bei manch einem Halter stoßen die Ermahnungen und Hinweise aber auf taube Ohren. „Ist das der Grund, wieso es auch in Langenberg Menschen gibt, die versuchen, mit Gift oder Giftködern Hunde zu verletzen oder sogar zu töten?“, fragt die Gemeindeverwaltung. Alarmierend ist, dass dem tatsächlich so seien könnte. 

Situation eskaliert

Offenbar scheint die Situation zu eskalieren. Nach Informationen aus dem Rathaus ist es in den vergangenen Tagen zu einem solchen Vorfall gekommen. Am Pastors Kamp hatte ein Hund nach einem abendlichen Spaziergang mit seinem Halter Vergiftungserscheinungen gezeigt. Nur durch schnelle tierärztliche Hilfe habe der Vierbeiner gerettet werden können. Zwar könne nicht mehr nachgewiesen werden, was er zu sich genommen hatte. „Fest steht aber, dass der Hund vergiftet wurde“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. 

Die Verwaltung rät dazu, als Hundehalter stetig Augen und Ohren offen zu halten - insbesondere am Pastors Kamp. Gleichwohl erinnert sie an die Anleinpflicht. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Tiere bei Spaziergängen auf den Wegen bleiben. Verdächtige Beobachtungen seien unmittelbar der Gemeinde oder der Polizei zu melden.

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