Alte Peitschenleuchten auf dem Prüfstand
Bild: Nienaber
230 der veralteten Straßenlaternen stehen derzeit noch auf Gemeindegebiet, einige davon entlang der Bentelerstraße.
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230 der in den Himmel ragenden Stromfresser verrichten derzeit noch auf Gemeindegebiet ihren Dienst. Und so viel steht fest: Stockdunkel wird es auf den Gemeindestraßen auch nachts nicht. Dafür sorgen insgesamt 660 Straßenlaternen. Nur haben manche der stählernen Lichtspender schon das eine oder andere Jährchen auf dem Buckel und könnten eine Modernisierung gebrauchen.

Moderne Lampen nur in Wohngebieten

Mehr als ein Drittel der Straßenlaternen ist noch mit veralteten Leuchtmitteln ausgestattet – und verbraucht dementsprechend viel Strom. „Die älteren Exemplare sind mit je zwei Leuchtstoffröhren á 36 Watt bestückt“, erläutert Dirk Vogt, Fachbereichsleiter Bauen im Langenberger Rathaus. Diese verbräuchten doppelt so viel Strom wie ihre neueren Pendants, die in Langenberg in erster Linie in den reinen Wohngebieten zu finden sind. „Für die Ausschreibung von Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten hatten wir das Thema sowieso schon auf der Tagesordnung. Im Zuge dessen haben wir die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde genauer in Augenschein genommen“, betont Vogt.

Effiziente LED-Technik

Grund, der leuchtenden Technik genauer auf den Zahn zu fühlen, ist ein Klimaschutzprogramm des Bundesumweltministeriums, das für die Gemeinde greifen könnte. Demnach wird die Umrüstung auf eine hocheffiziente LED-Beleuchtungstechnik bei der Sanierung von Straßenbeleuchtung vom Bundesministerium finanziell unterstützt. Die Förderung wird im Wege der Projektförderung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 20 Prozent der Kosten gewährt. Voraussetzung ist allerdings eine CO2-Einsparung von mindestens 60 Prozent. Bei den 230 Leuchten-Oldies wäre dies der Fall.

Kosten und Nutzen abwägen

Bis Ende des Monats hat die Gemeinde noch Zeit, die Fördermittel aus Berlin zu beantragen. Ob es aber überhaupt zu einer Umrüstung kommt, steht noch nicht fest. „Das muss die Politik entscheiden“, sagt Dirk Vogt. Zudem müssten im Vorfeld die Fragen geklärt werden, wie und wann sich eine Modernisierung amortisiert. „Schließlich muss die Gemeinde trotz der Förderung noch viel Geld in die Hand nehmen“, sagt Fachbereichsleiter Vogt. Daher müsste auch hier die Entscheidung genau nach Kosten und Nutzen abgewägt werden.

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