Am Haselkamp wird es bald „Hella“
Bild: HSB Cartoon
Ihre Favoriten-Leuchte kann die Bürgermeisterin wieder einpacken. Gegen den Wunsch von Susanne Mittag haben sich die Langenberger Bürgervertreter gegen die etwas teurere Straßenlaterne entschieden – und ihrem günstigeren Pendant grünes Licht gegeben.  
Bild: HSB Cartoon

Mit so viel Gegenwind hatte die erste Bürgerin bei der Auswahl der Straßenlaternen für das Wohngebiet „Haselkamps Wiese“ nicht gerechnet. Die von ihr favorisierte Leuchte der Marke Trilux, die bereits an vielen Stellen im Gemeindegebiet zu finden ist, zog bei der Abstimmung unter den Ausschussmitgliedern den Kürzeren. Stattdessen solle eine günstigere Variante der Marke Hella angeschafft werden, votierten die Bürgervertreter aller Couleur.

Die Entscheidung stieß bei der Verwaltungschefin auf wenig Gegenliebe. Als nicht schick kritisierte Susanne Mittag die Hella-Leuchte. „Und wir reden hier nicht von irgendeinem Wohngebiet, sondern von dem Aushängeschild mitten im Ort“, unterstrich die Bürgermeisterin. Außerdem würde ein weitere Produktvariante in Langenberg das einheitliche Beleuchtungsbild stören, ist sie sich sicher. Die Gegner der teureren Trilux-Leuchte (2000 Euro pro Stück) führten aus ihrer Sicht gute Gründe ins Feld, sich für die Hella-Laterne (1500 Euro) zu entscheiden. Vor allem umweltfreundlicher sei sie, weil sie anders als ihr Gegenüber weniger Streulicht nach oben vorweise, von dem Fledermäuse und Insekten gestört würden. „Bei der Wahl der Laternen ist der Umweltschutz das beste Argument für die Hella-Leuchte. Im anderen Fall würden wir jegliche Bemühungen dieser Art in dem Baugebiet konterkarieren“, war sich Ratsherr Rolf Herrmann (UWG) sicher.

Tatsächlich spielt der Aspekt der Insekten- und Fledermausfreundlichkeit eine wichtige Rolle bei der Auswahl der angedachten Haselkamp-Straßenlaternen. Auf Veranlassung der Kreisumweltbehörde sind im Baugebiet lediglich Exemplare erlaubt, die eine Lichtstreuung nach oben unterbinden. Zwar weise die teuere Trilux-Variante ein Abstrahlen noch oben auf, dennoch sei sie aus artenschutzrechtlicher Sicht für das neue Baugebiet in Langenberg geeignet, informierte die Verwaltung die Ausschussmitglieder. Diese entschieden sich dennoch deutlich bei nur drei Gegenstimmen für die Hella-Leuchte. Die Standorte der nach und nach zu beschaffenden Laternen soll demnächst eine jüngst besetzte Beleuchtungskommission festlegen.

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