An der Hand vom Paten läuft es rund
Bild: Eggert
Damit nichts schiefgeht: Maren Krampe und Jonathan Berghoff stehen dem kleinen „Spiderman“ Jonas bei seiner Rutschpartie helfend zur Seite.  
Bild: Eggert

Dann steht beim Nachwuchs der Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Bentelerstraße ein Fitnessprogramm der besonderen Art auf dem Programm. Jonas ist noch etwas schüchtern, als es gilt, die hochgestellte Bank zu erklimmen, um hinunter zu rutschen. Auch Milena zögert anfangs, traut sich aber letztlich doch. An der Hand ihres Paten Jonathan Berghoff klappt es schließlich doch. Seit einem halben Jahr betreuen vier Neuntklässler der Langenberger Verbundschule im Rahmen der Unterrichtseinheit „Soziales Lernen“ wöchentlich eine Kleingruppe von Vier- bis Sechsjährigen bei sportlichen Aktivitäten. Die Klasse 9c unter der Leitung von Sebastian Schulte hat zusammen mit der pädagogischen Mitarbeiterin Andrea Wachter verschiedene Projekte entwickelt, die von den Jugendlichen realisiert werden. Dazu gehören unter anderem Verschönerungsarbeiten in der Schule oder die Organisation eines Seifenkistenrennens. Maren Krampe, Lisa Pollmeier, Jonathan Berghoff und Marcel Delker haben sich dazu entschlossen, kleinen Kindern Freude an der Bewegung zu vermitteln.

„Mittlerweile sind alle flink und motiviert“

„Anfangs war die Aufgabe schwierig, aber mittlerweile haben wir Erfahrung gesammelt und großen Spaß an der Sache“, sagt Maren Krampe. Auch der richtige Umgang mit den „Minis“ sei ihr mit der Zeit leichter gefallen. Unter der Aufsicht der Erzieherin Bianca Lutterbeck nehmen wöchentlich fünf Jungen und ein Mädchen das Angebot der Verbundschüler wahr. Mit Tipps und Verbesserungsvorschlägen unterstützt die Awo-Mitarbeiterin die Jugendlichen bei ihrer Arbeit. Ballspiele und Turngeräte sollen die motorischen Fähigkeiten der Kleinen schulen. Um es möglichst spannend zu machen, denken sich die Jugendlichen regelmäßig Spiele aus oder konstruieren aus Turngeräten einen Parcours. Die Entwicklungen, die jeder Einzelne dadurch mache, seien erstaunlich, erläutert Lisa Pollmeier. „Anfangs waren einige der Teilnehmer schüchtern und eher träge. Mittlerweile sind alle flink und motiviert.“ Sowohl Lehrer als auch Kinder und Eltern seien von dem Projekt begeistert. „Viele Mitschüler interessieren sich für unsere Arbeit, und einige hätten bestimmt ebenso Freude daran“, verrät Lisa Pollmeier. Die Neuntklässlerin schätzt auch die Abwechslung, die das Spielen und Turnen mit den Kindern bringe. „Es ist einfach was ganz anderes als der normale Unterricht.“

SOCIAL BOOKMARKS