Anregungen fließen in Bebauungsplan ein

Nach Abwägung der Einwände und Anregungen, die Bürger und Träger öffentlicher Belange eingereicht hatten, empfiehlt das Planungsbüro Drees und Huesmann aus Bielefeld eine räumliche Veränderung in östlicher Richtung. Die Experten skizzieren in Teilbereichen eine modifizierte Straßenführung und die Schaffung von zusätzlichen Grünzonen. Erklärte Ziele: Das Dorf- soll sich als konsequente Weiterentwicklung nach Norden in ein Wohngebiet wandeln, der Schützenplatz soll als Dorfplatz erhalten bleiben. Ihm sollen sich in nördlicher Richtung und westlich des Hofes Haselkamp jeweils Flächen eröffnen, auf denen unter anderem generationenübergreifendes Wohnen ermöglicht wird. Bürgermeisterin Susanne Mittag bestätigte, dass „Wohlfahrtsverbände Interesse bekundet haben“, hier investieren zu wollen. Ohne Details ihrer Verhandlungen preisgeben zu wollen, sprach Mittag von Wohngruppen, Wohnungen und entsprechenden Einrichtungen, die nicht vor 2012 entstehen könnten.

Lärmschutzwerte

Sieben Hektar stehen nach jetzigem Erkenntnisstand der Bebauung zur Verfügung, erläuterte Planer Jens-Peter Huesmann. Auf 100 Wohneinheiten wird das Volumen geschätzt. 2100 Quadratmeter könnten im Vergleich zu ersten Überlegungen einer zusätzlichen Grünzone zugeschlagen werden, die sich auf Anregung der Unteren Landschaftsbehörde von Süden nach Norden durch „Haselkamps Wiese“ ziehen soll. Huesmann sprach von einer „Leitstruktur für den Artenschutz“, Mittag von einem „ortsprägenden Element“. Da die Grünpflege das Gemeindeportemonnaie belasten würde, ist es nicht ausgeschlossen, den Pflanzstreifen den Grundstückseigentümern zuzuschlagen. Hier ist die Meinungsbildung nicht abgeschlossen. Die Grundstücksgrößen geben die Planer mit 400 bis 1000 Quadratmeter an. Einzel-, Doppel und barrierefreie Mehrfamilienhäuser sieht das Konzept vor. Der bestehende landwirtschaftlich genutzte Hof soll erhalten bleiben. Dieses Areal und der Dorfplatz werden als Dorfgebiet deklariert. Hier sind andere Lärmschutzwerte zulässig als in der Wohnbebauung. Angesichts von Schützenfesten und Kirmestrubel eine einleuchtende Maßnahme. Die Vorschläge des Planungsbüros gehen zur Beratung in die Fraktionen. Am Dienstag, 17. Mai, will der Ausschuss Beschlüsse fassen.

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