Anwohner machen ihrem Ärger Luft
Bild: Nienaber
Den Endausbau „ihrer“ Josef-Beerhues-Straße zu einem verkehrsberuhigten Bereich fordern die betroffenen Anlieger. Mit einer Unterschriftenliste, die Stefan Oesterdiek stellvertretend für die Anliegergemeinschaft im Beisein einer Abordnung der Siedlung an Bürgermeisterin Susanne Mittag übergab, wollen sie ihrer Forderung Nachdruck verleihen.  
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62 Signets trägt das Papier, das Stefan Oesterdiek stellvertretend für die Anliegergemeinschaft an das Gemeindeoberhaupt übergeben hat. „Nahezu alle Haushalte haben sich daran beteiligt. Nur zwei wollen sich bewusst neutral in der Sache verhalten“, erläuterte der junge Familienvater.

Es geht um die Sicherheit der Kinder

Ihnen allen gehe es um die Sicherheit des Nachwuchses, sehen sie diesen in Gefahr, sollte es bei dem bestehenden Tempo 30 bleiben. Trotz geltender Geschwindigkeitsbegrenzung werde an der Josef-Beerhues-Straße von vielen Autofahrern regelrecht gerast. Verwaltungschefin Susanne Mittag zeigte sich von der Einigkeit und der Entschlossenheit der Benteleraner beeindruckt. Sie sprach von einer „beachtlichen Zahl“ an Unterschriften, die in den vergangenen Wochen von den Verantwortlichen zusammengetragen worden seien.

Die Stimmen nehme man im Rathaus wahr und ernst. Die Aktion mache deutlich, dass Gemeinde und Bürger in dieser Angelegenheit im Gespräch bleiben müssten, sagte Mittag. Ob die Josef-Beerhues-Straße künftig verkehrsberuhigt oder eine „30er-Zone“ wird, steht laut der Bürgermeisterin noch nicht fest. Zwar sei letztgenannte Variante bei vergleichbaren Straßen in jüngerer Vergangenheit Standard gewesen, trotzdem werde man die Wünsche der Anlieger in die Planungen einbeziehen, versicherte Susanne Mittag.

„Oftmals ein hausgemachtes Problem“

Sie betonte aber auch, dass Raserei in Siedlungsgebieten „oftmals ein hausgemachtes Problem“ sei. Mit einer Verkehrsberuhigung allein werde die Straße nicht sicherer. Alle Autofahrer, die die Sackgasse nutzen, insbesondere auch die Anwohner, müssten sensibilisiert werden, in diesem Bereich vom Gas zu gehen. Derzeit werden laut der Verwaltungschefin von einem beauftragten Planer Entwürfe des Endausbaus angefertigt.

Diese sollen in der Sitzung des Bauausschusses am 5. September vorgestellt werden. Im Anschluss daran findet eine Anliegerversammlung statt, bei der den Betroffenen erneut die Gelegenheit gegeben wird, sich zur Sache zu äußern. Erst danach liegt es wieder bei der Politik, darüber zu entscheiden, in welcher Variante das Projekt umgesetzt wird.

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