Auf die Plätze, fertig: Gutes tun
Bild: Grujic
Björn Sommer wird Ende April beim London-Marathon an der Start gehen. Bei dem 42-Kilometer-Lauf durch die britische Hauptstadt will der 26-Jährige Spenden für Unicef sammeln. Für sein Ziel trainiert er mehrmals die Woche.
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 Über das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen hat Björn Sommer, der an der Technischen Universität Dortmund Raumplanung studiert, schon viel Gutes gehört. Sich selbst für die Ziele von Unicef engagiert hat sich der junge Mann bislang aber nicht. Das soll mit seiner Teilnahme am London-Marathon am 26. April anders werden: Sommer gehört der offiziellen Unicef-Marathonmannschaft an.

„Jeder der Läufer hat mindestens zwei Ziele: Die 42 Kilometer lange Strecke quer durch die Metropole an der Themse in seiner persönlichen Bestzeit zu absolvieren und dabei so viele Spendengelder wie möglich für das Kinderhilfswerk zusammenzubekommen“, erläutert Björn Sommer. In vier Stunden und 20 Minuten will er die Strecke absolvieren. Fest steht für ihn auch, dass er mindestens 500 britische Pfund – das sind umgerechnet 650 Euro – für Unicef „erlaufen“ will. „Natürlich darf es auch gerne mehr werden“, sagt der Student, der früher in der zweiten Mannschaft des SC Wiedenbrück gespielt hat und seit dem Ende seiner Fußballerkarriere regelmäßig die Laufschuhe schnürt.

Freunde, Bekannte und Verwandte haben ihre Unterstützung bereits zugesichert. „Um mein Spendenziel zu erreichen, bin ich aber auch auf die Hilfe von Bürgern und Unternehmen angewiesen, die sich in den Dienst der guten Sache stellen wollen“, sagt Björn Sommer. Beträge egal welcher Größenordnung seien willkommen. „Denn Unicef ist weltweit tätig und finanziert sich allein durch Spenden“, unterstreicht der junge Langenberger.

Die Idee, selbst beim London-Marathon an den Start zu gehen, kam ihm im April 2013, als er in der britischen Hauptstadt zu Besuch war und das Laufspektakel mehr durch Zufall live verfolgte. „Die Stimmung war unbeschreiblich. Überall am Streckenrand haben Zuschauer den Läufern zugejubelt und sie angefeuert. Das hatte fast Volksfestcharakter“, erinnert sich Björn Sommer. Dass grundsätzlich viele Teilnehmer des London-Marathons für gemeinnützige Organisationen die Strapazen auf sich nehmen, habe sein Interesse zusätzlich geweckt. „Für mich war schnell klar: Da musst du unbedingt auch irgendwann mitlaufen.“

Intensives Training für den Marathon

Die Entscheidung, Unicef mit seiner Teilnahme am London-Marathon zu unterstützen, war schnell gefallen. „Kinder sind unsere Zukunft und zugleich das schwächste Glied in unserer Gesellschaft“, sagt Björn Sommer. „Vor diesem Hintergrund ist die weltweite Arbeit des Kinderhilfswerks unverzichtbar.“

Zwei bis drei Mal pro Woche trainiert der Langenberger zurzeit für den London-Marathon. Seine bevorzugte Laufroute führt rund um den Phönix-See im Dortmunder Stadtteil Hörde. „Das Laufen ist auch ideal, um den Kopf frei zu bekommen“, sagt der Student. 25 Kilometer umfasst eine Trainingseinheit. In den kommenden Monaten will er das Laufpensum auf 35 Kilometer steigern. „Den Rest bis zum Erreichen der Marathon-Marke von 42 Kilometern muss ich dann durch meinen Willen, unbedingt das Ziel zu erreichen, schaffen.“

Knapp vier Wochen vor seiner Marathon-Premiere Ende April wird der junge Mann erstmals unter Wettkampfbedingungen starten: Beim Paderborner Halbmarathon. „Das ist dann so etwas wie eine Bewährungsprobe für mich“, sagt Sommer.

Die ersten Reaktionen auf sein Engagement waren durchweg positiv. „Alle, die mich kennen, stehen hinter mir“, freut sich der 26-jährige Student. Jetzt hofft er auf weitere Unterstützung durch Privatpersonen und Unternehmen.

Wer Björn Sommers Einsatz für das Kinderhilfswerk fördern will, kann per E-Mail an die Adresse bjoern.sommer@hotmail.de oder den eigens eingerichteten Twitter-Account @run_for_kids Kontakt mit dem 26-Jährigen aufnehmen. Spenden sind darüber hinaus über die offizielle Unicef-Spendenseite im Internet möglich.

http://myfundraising.unicef. org.uk/MyPage/run_for_kids

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