Auszeichnung für Langenberger Brauerei
Bild: Nienaber
Lebensmittelherstellung ist mehr, als nur die Zutaten zusammenzurühren: Dieser Ansicht sind (v. l.) Braumeister Heiko Krome, Auszubildender Justin Kemper und Vertriebsleiter Markus Korfmacher von der Langenberger Privatbrauerei Hohenfelde. Das Unternehmen ist von NRW-Minister Johannes Remmel mit dem Preis „Meister.Werk.NRW“ ausgezeichnet worden.
Bild: Nienaber

Das haben die Bierspezialisten nun vom NRW-Umweltministerium bestätigt bekommen. Als einziges Unternehmen im Kreis Gütersloh ist die heimische Brauerei mit der Auszeichnung „Meister.Werk.NRW“ bedacht worden. Dabei geht es ausdrücklich darum, die handwerkliche Produktion, aber auch die Werte eines handwerklichen Betriebs besonders anzuerkennen. Der Fokus liegt dabei auf den Bäckern, Fleischern und Brauereien, denn: „Lebensmittelherstellung ist mehr, als nur die Zutaten zusammenzurühren. Dahinter verbirgt sich profundes Wissen und lange Tradition“, sagte der Umweltminister Johannes Remmel bei der Siegerehrung als eine seiner letzten Amtshandlungen vor dem Regierungswechsel in Düsseldorf.

In den Unternehmenshallen auf dem hohen Felde ist man dementsprechend stolz auf die Auszeichnung. „Es bestätigt uns als regional geprägtes Mittelstandsunternehmen in unserem Tun, “, unterstreicht Braumeister Heiko Krome im Gespräch mit der „Glocke“. Groß ist die Freude auch bei Vertriebsleiter Markus Korfmacher. Ehrungen, die aus sensorischen Prüfungen hervorgehen und rein auf das Produkt Bier bezogen sind, habe man in der Vergangenheit bereits des Öfteren erhalten. Die dem Unternehmen wichtige soziale Komponente sei bisher aber unberücksichtigt geblieben bei den Jurys.

Um für den Wettbewerb „Meister.Werk.NRW“ zugelassen zu werden, mussten die Langenberger ihre regionale Wertschöpfungskette aufzeigen und bestimmte Kriterien erfüllen, die die Brauerei als lokal verankert beschreiben. Dass im Haus ausgebildet wird, war zusätzlich eine Grundvoraussetzung, ebenso wie das soziale Engagement etwa durch Sponsoring. Die Qualität des mehrmals ausgezeichneten Produkts blieb aber nicht unberücksichtigt im Wettbewerb, den Johannes Remmel in seiner Amtszeit ins Leben gerufen hat. Dass das jüngste Kind der Sudprofis, Hohenfelder Typ 5, inspiriert ist von handwerklicher Tradition und dementsprechend schweißtreibend gehopft und eingebraut wird, tat sein Weiteres.

Ziel des landesweiten Wettbewerbs ist es, das Bewusstsein für regionale Produkte und ebensolche Wertschöpfungsketten zu schärfen, erläutert Markus Korfmacher. Vor allem kleinere Unternehmen, die in erster Linie auf dem Heimatmarkt agieren, könnten davon profitieren, wenn Kunden zu Lebensmitteln und Co. aus der Region greifen würden. Wettbewerbe wie „Meister.Werk.NRW“ zeigen bereits erste Erfolge. Verbraucher interessieren sich zunehmend dafür, was sie kaufen, woher die Produkte kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. „Vor allem regional erzeugte Lebensmittel gewinnen daher immer mehr an Bedeutung“, betonte Johannes Remmel bei der Feier zur Preisvergabe.

SOCIAL BOOKMARKS