Bauernhaus brennt nach Blitzeinschlag
Bild: Eickhoff
200.000 Euro Sachschaden ist die Bilanz eines Bauernhaus-Brands in der Nacht zu Mittwoch.
Bild: Eickhoff

Viel zu retten gab es aber nicht. Ausgerechnet bei einem der eifrigsten Unterstützer der Langenberger Feuerwehr mussten die Feuerwehrleute hilflos mit ansehen, wie brutal die Naturgewalten zuschlagen können. Als die ersten Feuerwehrleute nur Minuten nach der Alarmierung eintrafen, brannte das 1706 erbaute Haus in voller Ausdehnung.

150 Einsatzkräfte zur Unterstützung

Sofort wurde Unterstützung angefordert: Neben den Löschzügen aus Langenberg und Benteler eilten 150 Einsatzkräfte der Löschzüge Batenhorst, Rheda, Oelde, St. Vit und Stromberg herbei. Die etwa 25 Fahrzeuge positionierten sich auf dem Matheweg und der Stromberger Straße, das Löschwasser wurde anfangs im Pendelverkehr zur Einsatzstelle gebracht. Aus dem Fortbach wurde Wasser gepumpt und durch drei Leitungen über mehrere Hundert Meter Länge zum Brandort transportiert. Ein Statiker empfahl den Feuerwehrleuten, den Dachstuhl wegen des drohenden Einsturzes kontrolliert abzureißen. Glücklicherweise verließen der 83-jährige Hofbesitzer, seine 85-jährige Schwester sowie ihr 53-jähriger Sohn das Haus unverletzt, nachdem der Eigentümer nach Angaben der Polizei den Brand entdeckt hatte. Auch in der Nachbarschaft des Hofes war nach dem Blitzeinschlag der Strom ausgefallen.

Senioren verfolgen hilflos die Löscharbeiten

Von der Seniorin wird berichtet, sie habe bei drohendem Gewitter stets die wichtigsten Utensilien griffbereit zusammen gepackt, nur am Dienstagabend habe sie diese Vorkehrung nicht getroffen. Hilflos mussten die beiden Senioren die stundenlangen Löscharbeiten in der Nacht mit verfolgen – betreut von Nachbarn und Helfern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). In den Morgenstunden rückte daraufhin ein Bagger an, um den Dachstuhl einzureißen. Nachdem die ersten Einsatzkräfte aus Oelde nach etwa einer Stunde wieder abrückten, traf der Löschzug Langenberg um 11 Uhr wieder ein. In den Morgenstunden besetzte der Löschzug Batenhorst das Gerätehaus in Langenberg, um bei möglichen Paralleleinsätzen schnell helfen zu können.

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