Baumbestattung lässt auf sich warten
Bild: Nienaber
Letzte Ruhe: Die Friedhofsverwaltung Benteler spricht sich für die Einführung von Baumbestattungen auf dem hiesigen Gottesacker aus. Man wolle aber erst die Digitalisierung der Ruhestätte abwarten, bevor man das Projekt vorantreibe. Das Bild zeigt die mögliche Erweiterungsfläche, auf der die zusätzliche Bestattungsform angeboten werden könnte.
Bild: Nienaber

Die letzte Ruhe im Schatten eines Baums finden – auch diese Form soll künftig in Benteler zum Portfolio gehören. Die Friedhofsverwaltung Benteler in der Pfarrei St. Margareta unterstützt die Pläne, die die heimische CDU ins Rollen gebracht hatte.

Vorteile liegen auf der Hand

Die Vorteile einer weiteren Bestattungsform lägen auf der Hand, hatten die Christdemokraten seinerzeit ihren Antrag begründet. Bei der Baumbestattung werde die Asche eines Verstorbenen in biologisch abbaubaren Urnen im Wurzelbereich eines Baums beigesetzt. Für Hinterbliebene entfalle der Pflegeaufwand. Lediglich Mäharbeiten fielen auf der Rasenfläche an. Auch die Friedhofsverwaltung Benteler habe sich grundsätzlich für die Einführung der neuen Bestattungsform ausgesprochen, informierte die Verwaltung zuletzt.

Bei Gesprächen mit Vertretern der Kirchengemeinde sei das Thema intensiv erörtert worden. Als Bedingung nannte das Kirchengremium, dass das Unterfangen wirtschaftlich darstellbar sein müsse, Kosten und Ertrag also in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen sollten. Auch müsse zuvor geklärt werden, wieviel zusätzliche Fläche für Baumbestattungen auf dem Gottesacker im Langenberger Ortsteil benötigt würde. Sei der perspektivische Flächenbedarf ermittelt, werde man sich bei der Gemeinde zurückmelden. Dann könne geklärt werden, in welchem Umfang das Erweiterungsareal, das die Kommune 1995 für den Friedhof erworben hatte, genutzt werden kann.

Datenermittlung dauert

Bis die Kirchengemeinde die benötigten Daten ermittelt hat, wird es aller Voraussicht nach noch etwas dauern. Derzeit sei man dabei, die Ruhestätte zu digitalisieren. Künftig soll mit einem Blick auf eine computergestützte Übersicht klar werden, welche Gräber in Benteler noch belegt sind und wann weitere zurückfallen. Die Arbeiten dazu, die man seitens der Friedhofsverwaltung abwarten wolle, würden weitere rund zwölf Monate in Anspruch nehmen. Alternativ könne über eine Realisierung in kleinerem Umfang auf den aktuell vorhandenen Flächen nachgedacht werden. Aber auch dafür müssen Details zu möglichen Grabstellen geklärt werden.

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