Bedarfsplanung ist kein Wunschkonzert
Bild: Werneke
In die Jahre gekommen: Raumbedarfe und Anforderungen an den Arbeitsschutz übersteigen den Ist-Zustand am Gerätehaus der Feuerwehr in Langenberg derartig, dass im Grunde nur ein Komplettabriss und ein anschließender Neubau infrage kommen.
Bild: Werneke

Wie sich abzeichnet, muss auch in den kommenden Jahren Geld in die Hände genommen werden, um Notwendiges stemmen zu können. Man kann es drehen und wenden, wie man möchte: Die Feuerwehrgerätehäuser in Langenberg und Benteler entsprechen nicht mehr dem Stand der Zeit. Mehr noch. Insbesondere die Immobilie an der Bentelerstraße, Baujahr 1976, hat mehr nötig als kosmetische Verbesserungen. Dass räumliche und technische Defizite im Bestand ausgebessert werden können, erscheint äußerst unwahrscheinlich. Das hat auch die Raumbedarfsplanung der „Blauröcke“ deutlich gemacht, die die Wehrführung am Dienstag im Rahmen einer Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorstellte.

Dass es im Gerätehaus des Löschzugs Langenberg zu eng ist, weil zum Beispiel in der Fahrzeughalle fünf Fahrzeuge auf vier Stellplätzen stehen („Die Glocke“ berichtete“), war schon seit der Vorstellung des Brandschutzbedarfsplans bekannt. Dass die Raumbedarfe und Anforderungen an den Arbeitsschutz aber den Ist-Zustand derartig übersteigen, dass im Grunde nur ein Komplettabriss und ein anschließender Neubau infrage kommen, ist neu.

Etwas weniger brisant ist die Lage im kleineren Ortsteil. Zwar müsste auch an der Liesborner Straße einiges bewegt werden, um das etwas mehr als 20 Jahre alte Gebäude und seine Technik auf aktuelle Standards zu bringen. Wahrscheinlich würde aber ein Ausbau im Bestand reichen. Dem Benteleraner Gerätehaus fehlt es vor allem an Alarmparkplätzen sowie Umkleide-, kleineren Lager- und Büroräumen. Anders als in Langenberg ist die Fahrzeughalle ausreichend dimensioniert.

Noch sind ein Langenberger Feuerwehrgerätehaus 2.0 und ein erweitertes Pendant in Benteler Zukunftsmusik. So ging es in der Sitzung des Gremiums am Dienstag vor allem darum, das Raumkonzept zu manifestieren. Dazu stellte die Langenberger Wehrführung ihre Bedarfsplanung vor, die sie zusammen mit den einzelnen Löschzügen auf Grundlage des Brandschutzbedarfsplans und rechtlicher Vorgaben erstellt hatte. „Ich möchte deutlich machen, dass es sich dabei nicht um ein Wunschkonzert handelt“, betonte Vize-Feuerwehrchef Oliver Entrup. Wehrführer Reinhold Meerbecker unterstrich, dass es vielmehr darum gehe, vorgeschriebene Standards zu erreichen.

SOCIAL BOOKMARKS