Besuchsdienst sucht weitere Helfer
Bild: Schulte-Nölle
Wollen gemeinsam den Besuchsdienst für ältere Menschen in Langenberg bekannter machen: (v. l.) Bürgermeisterin Susanne Mittag, Christine Dröge (Diakonie Gütersloh), Benedikt Bart (DRK Langenberg-Benteler), Saskia Entrup (Gemeinde Langenberg), Rolf Fortenbacher (Seniorenbeirat) sowie die ehrenamtlichen Helfer Hans-Georg Wellerdiek und Birgit Pischke.
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Dröge zeichnet bei der Diakonie Gütersloh für die Seniorenfachberatung verantwortlich. Ihr Ziel: Der Besuchsdienst soll bekannter werden – und so nicht nur mehr Nachfrage, sondern auch mehr ehrenamtliche Helfer generieren. „Häufig brechen im Alter Beziehungen nach und nach weg, die Kinder ziehen aus, Freunde sterben, die Mobilität ist eingeschränkt“, beschreibt Dröge das Problem, das für viele Senioren letztlich in der Vereinsamung mündet. Dies zu verhindern, habe sich der Besuchsdienst auf die Fahne geschrieben.

Weitere Informationen und Kontakt: Christine Dröge, Telefon 05241/98673520 (Diakonie Gütersloh), oder Saskia Entrup, Telefon 05248/50828 (Gemeinde Langenberg).
Auf Anfrage wird dabei zunächst ein Erstgespräch veranlasst, das dazu dient, Interessen und mögliche Aktivitäten im Rahmen des Besuchsdiensts abzustecken. „Im Prinzip ist alles möglich, woran die Person, die Besuche wünscht, und der ehrenamtliche Helfer Freude haben. Das geht vom gemeinsamen Musik- hören über einen kleinen Ausflug zum Kaffeetrinken bis hin zum Zeitunglesen“, sagt Dröge. Passen die Vorstellungen zusammen, kann der Dienst, der für den älteren Mitbürger kostenlos ist, starten.

Wie wertvoll die gemeinsame Zeit für beide Seiten sein kann, weiß Hans-Georg Wellerdiek. Seit Anfang 2014 schaut der Langenberger in unregelmäßigen Abständen bei einem 89-jährigen Senior vorbei, dessen Kinder in Süddeutschland und dem Ruhrgebiet leben – und damit zu weit weg, um den persönlichen Kontakt zu pflegen. „Wenn wir uns sehen, freut nicht nur er sich riesig: Auch ich ziehe viel Positives daraus“, sagt Wellerdiek und ergänzt: „Ich hätte vorher nicht gedacht, dass diese Aufgabe eine solche Bereicherung für mich sein könnte.“

Keine speziellen Voraussetzungen vonnöten

Wer für den Besuchsdienst tätig ist, erhält fundierte fachliche Unterstützung. So organisiert Christine Dröge jeweils am letzten Dienstag im Monat ein Treffen im Familienzentrum Langenberg. Im Fokus stehen der Austausch über Erfahrungen ebenso wie Möglichkeiten zur Weiterbildung beispielsweise im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen. Der Besuchsdienst freut sich über weitere Helfer. Spezieller Voraussetzungen bedürfe es nicht, sagt Dröge: „Wichtig ist lediglich, dass man Zeit mitbringt und Freude am Umgang mit älteren Menschen hat.“

Der Besuchsdienst für ältere Menschen in Langenberg ist ein gemeinsames Angebot der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände im Kreis Gütersloh in Kooperation mit der Gemeinde Langenberg, dem Seniorenbeirat, der örtlichen Arbeiterwohlfahrt, der Caritaskonferenz und der Diakonie Langenberg, dem DRK Langenberg-Benteler sowie der Evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde und der Katholischen Kirchengemeinde St. Lambertus.

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