Bruderschaftsorden für Baumhus
Bild: Wieneke
Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann (l.) überreichte den Hohen Bruderschaftschaftsorden an Langenbergs Brudermeister Heinrich Baumhus.
Bild: Wieneke

Vollbesetzt war das Schützenzelt. Vertreter der Kirchen, der Politik mit Bürgermeisterin Susanne Mittag und Abordnungen der heimischen Wirtschaft waren ebenfalls gekommen. Mit einem kräftigen „Horrido“ begrüßte Baumhus Schützen des Brudervereins St. Antonius Benteler und der Schützengilde aus Langenbergs brandenburgischer Partnergemeinde Neuzelle.

Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann heftete Heinrich Baumhus den Hohen Bruderschaftsorden ans Revers und nannte den Geehrten den „ersten und beliebtesten Langenberger Schützen“. Bereits vor dieser Ehrung hatten die Lambertus-Schützenschwestern und -brüder ihrem Brudermeister lang anhaltenden Beifall gespendet und Freudengesänge angestimmt.

Als Zwölfjähriger wurde Baumhus 1972 im Spielmannszug der Bruderschaft aktiv. Zwölf Jahre lang führte er als Hauptmann die dritte Kompanie, bevor er 2003 als Brudermeister die Führung der St. Lambertus-Schützen übernahm, die heute mehr als 1400 Köpfe zählen. „Heinrich Baumhus ist in Langenberg und im Bezirksverband eine geschätzte Persönlichkeit, die mitdenkt und kritisch hinterfragend Akzente setzt“, sagte Heitjohann in seiner Laudatio.

Die zweithöchste Auszeichnung, das Silberne Verdienstkreuz, wurde gleich dreimal verliehen: Ausgezeichnet wurden der stellvertretende Oberst Rolf Brormann sowie Helmut Austermann und Meinolf Huster.

Brormann ist seit 38 Jahren ein vorbildlicher Schütze und Aktivposten. Seine Stationen: 1983 Vorstand der Jungschützen, 1989 erster Jungschützenprinz, 1989 Führungskraft in der zweiten Kompanie, 2003 stellvertretender Oberst, 2007/08 König und aktuell „König der Könige“.

Helmut Austermann ist seit 1977 Mitglied, Oberleutnant der zweiten Kompanie sowie seit mehr als 25 Jahren deren Schriftführer und Kassierer.

Meinolf Huster machte sich als Prinz (1983) und als Hauptmann (1989 bis 1996) der Jungschützen verdient. Er engagiert sich im Vorstand der ersten Kompanie und packt kräftig beim Festplatzaufbau mit an.

Als Vorbilder für die Schützenfamilie wurden Theodor Großebrummel, Ewald Herbort und Ewald Lücke für ihre 70-jährige Mitgliedschaft geehrt. „Sie sind ebenso wie Hans Diekneite und Albert Pöppelbaum seit sieben Jahrzehnten unsere treuesten Schützen“, sagte Brudermeister Baumhus.

59 Schützinnen und Schützen wurden für ihre Treue mit Orden für 60, 50, 40 und 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Mit einem außergewöhnlichen Erinnerungsstück bereitete Dr. Ulfilas Meyer den Grünröcken eine Überraschung: Aus seinem Familienbesitz schenkte er der Bruderschaft ein Ölbild mit dem Porträt des ersten Vorsitzenden und des ersten Schützenkönigs vor 90 Jahren, dem Arzt Dr. Heinrich Hesseler.

Als 32. Jungschützenprinz der  St.-Lambertus-Schützenbruderschaft Langenberg wurde am späten Sonntagabend Maik Johannfunke proklamiert. Mit dem 105. Schuss hatte der 25-jährige Maurer den Königstitelkampf des Schützennachwuchses beendet.

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