Bürger geben Maria und Josef Herberge
Bild: Wieneke
Organisieren seit 2010 die ökumenische Adventsfensteraktion in Langenberg: die katholische Gemeindereferentin Claudia Becker (l.) und die evangelische Pfarrerin Kerstin Pilz.
Bild: Wieneke

Die drei Figuren wurden von der heimischen Bildhauerin Susanne Vering angefertigt. Einen Unterschlupf finden sie auf ihrer Reise einmal mehr bei Familien, Schulen, Seniorenheimen sowie Gruppen, Vereinen und Kindergärten. So treffen sich in Langenberg und in Benteler bis zum Weihnachtsfest an fast jedem Tag Menschen vor einem Haus und erfreuen sich an einem hübsch geschmückten Fenster, in dem die hölzernen Bibelgestalten ihren Platz auf Zeit gefunden haben. Dabei werden Geschichten gelesen, Adventslieder gesungen und es wird gemeinsam gebetet.

„Machen auch wir uns wie Maria mit Josef und dem Esel auf den Weg durch den Advent – voller Hoffnung und freudiger Erwartung“, rufen die Organisatorinnen der Aktion, die evangelische Pfarrerin Kerstin Pilz und die katholische Gemeindereferentin Claudia Becker, den Menschen zu. Ihr Wunsch ist es, dass sich Jung und Alt gemeinsam auf diesen Weg begeben. Das könne auf einem Weihnachtsmarkt oder in einem klangvollen Adventskonzert geschehen – oder eben bei der Öffnung eines der Adventsfenster, erklärt Kerstin Pilz. Aus der Taufe gehoben wurde das Projekt im Jubiläumsjahr 2010 der katholischen Pfarrgemeinde St. Lambertus und St. Laurentius Langenberg durch den örtlichen Pfarrgemeinderat. Und schnell weitete es sich zu einer ökumenischen und Bistumsgrenzen überschreitenden Aktion aus. So luden bereits bei der Premiere sowohl evangelische als auch katholische Christen zu einer Andacht am besinnlich beleuchteten Fenster ein. Dabei war die schwangere Maria zu Beginn zunächst allein in der Gemeinde unterwegs. Erst ein Jahr später schuf Susanne Vering den Josef und 2012 schließlich auch den kleinen grauen Esel.

Das Fazit von Pfarrerin Kerstin Pilz und Gemeindereferentin Claudia Becker ist übereinstimmend positiv: „Christlicher Glaube wird nicht nur in der Kirche praktiziert, sondern auch in unseren Familien, Gruppen und Vereinen gelebt sowie weitergegeben“, betont Kerstin Pilz und ihre katholische Kollegin Claudia Becker erklärt: „Viele kleine christliche Zellen sind in der Adventszeit in unserer Gemeinde entstanden – und das über Konfessionsgrenzen hinweg. Das ist zukunftsträchtig.“

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