Carsten Berkemeier rupft den Holzvogel
Auf den Schultern von Dirk Nienkemper und Christian Beerhues ging es für den neuen König an der Seite von Brudermeister Holger Kröger ins Festzelt, wo Carsten Berkemeier schon von der jubelnden Menge erwartet wurde.  Bild: Nienaber

 Carsten Berkemeier war es schließlich, der den Adler nach 80 Minuten, rund 150 Schuss und mehreren Schießpausen mit einem gezielten Treffer von der Stange holte. „Gut gemacht“, beglückwünschte Töchterchen Carla als eine der Ersten den frischgebackenen Königspapa nach dessen Meisterschuss.

Dass Carsten Berkemeier nach der Kronprinzenschaft 2006 einmal das Objekt der Begierde aus dem Kugelfang holen würde, war abzusehen: Der 37-Jährige ist Tischler, kennt sich gut aus mit dem Rohstoff Holz und wusste daher ganz genau, wie er dem geschundenen Aar zusetzen muss, um ihn gen Boden zu schicken.

An seiner Seite freuen sich seine Gattin Eva sowie Nesthäckchen Carla und deren Schwester Celine. Die Königsresidenz steht am Krummen Timpen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Vereinslokal von Heinz und Lieschen Berkemeier. Zu Beginn des Schießens hatte es noch nach einem spannenden Mehrkampf unter der Vogelstange ausgesehen. Außer Carsten Berkemeier waren es noch vor allem Dirk Nienkemper, Vitali Teichrib und Christian Beerhues, die sich anschickten, der Bruderschaft als König vorzustehen. Beerhues war es auch, der dem hölzernen Federvieh beide Flügel entriss. Als dann allerdings lediglich der Rumpf des Vogels auf der Stange „saß“, herrschte plötzlich gähnende Leere im Schießstand.

Nach einer 15-minütigen Schießpause fasste sich schließlich Carsten Berkemeier ein Herz. Der Rest ist bekannt. Wesentlich früher als der Königsadler, beziehungsweise das, was davon übrig war, fielen am Sonntagnachmittag die Insignien. Matthias Nienkemper, seines Zeichens stellvertretender Brudermeister, sicherte sich zuerst die Krone, das Zepter fiel bei Jörg Dummer. Jens Neitemeier war es, der dem Aar schließlich den Apfel entriss.

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