Das Volk wählt seine Bierkönigin
Fiebern der Wahl entgegen: (v. l.) Bürgermeisterin Susanne Mittag, Nina Wissing, Bierkönigin Kim Reckhaus, Leonie Belger, Jana Lückenotto und Markus Korfmacher von der Brauerei Hohenfelde.

Das Honorar: 500 Euro in bar, ein Liter Bier pro Tag und ein schmuckes Kleid. Aber nicht das Finanzielle sollte Anreiz sein, sagen die Veranstalter. Der wichtigste Aspekt sei, „viele interessante Leute kennenzulernen, Freundschaften mit Hoheiten aus ganz Ostwestfalen zu knüpfen und viele, unvergessliche Gefühlsmomente zu erleben“.

Im Rahmen der Langenberger Biertage und der Lambertuskirmes wählen die Mitglieder der fachkundigen Jury sowie das Volk am Sonntag, 6. September, die neue Bierkönigin. Auch das ist eine Besonderheit dieses Amts: Wo sonst wird eine Monarchin von der Bürgerschaft bestimmt?

Eine der wichtigsten Voraussetzungen, die die zweite Bierkönigin mitbringen muss: Sie sollte das Gebräu aus Wasser, Hopfen und Malz mögen. Ansonsten sollte es sich bei der Regentin um eine natürliche Persönlichkeit handeln, die gern mit anderen Menschen in Kontakt tritt, keine Scheu hat, den Gerstensaft und den Ort zu repräsentieren, die Charme sowie Selbstsicherheit mitbringt und eine Verbundenheit zur Region ausstrahlt. Zuletzt sollten Bewerberinnen mindestens 18 Jahre alt sein. Nach oben hin gebe es keinerlei Beschränkung, sagen die Organisatoren.

Die Veranstalter sind optimistisch, nach dem Ende der Bewerbungsfrist erneut zahlreiche Kandidatinnen vorstellen zu können. Im Rahmen der Biertage werden die Frauen Rede und Antwort stehen, Gerstensäfte verkosten und sich dem Volk präsentieren. Das Votum der Jury, die besetzt ist mit Vertretern der Sponsoren und der Brauerei Hohenfelde, zählt 50 Prozent, das der Bürger ebenfalls. Wer also von vornherein schon eine große Anhängerschaft zu der Veranstaltung mitbringt, erhöht die Chancen auf den Titel und die Aufgabe, ein Jahr lang das Naturprodukt in der Region präsentieren zu dürfen.

Mehr als 1000 Gäste haben im vergangenen Jahr dem Finale beigewohnt, und das trotz denkbar miesem Wetter. Diese Tatsache stimmt die Organisatoren optimistisch, am 6. September nochmals einen draufsetzen zu können. Einmal gekürt, wird die Bierkönigin zum Ehrengast zahlreicher Veranstaltungen. Ob Schützenfeste oder Fassanstich beim Oktoberfest – es gibt sicherlich schlechtere Jobs.

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