Der Offene Ganztag wächst und wächst
Bild: dpa
Erfolgsgeschichte: Seit dem Schuljahr 2005/2006 gibt es die Offene Ganztagsschule an den Langenberger Grundschulen beziehungsweise den Teilstandorten des Verbunds, die früher noch als Offene Ganztagsgrundschule (OGGS) geführt wurde. Die Zahl der Jungen und Mädchen, die das Angebot nutzen, wächst von Jahr zu Jahr an.  
Bild: dpa

Wie rasant sich das zusätzliche Angebot zum Regelunterricht entwickelt, wird bei den blanken Zahlen deutlich. Informierte die Verwaltung die Mitglieder des zuständigen Schulausschusses schriftlich über 74 Kinder in Langenberg und 31 in Benteler, die die OGS besuchen, korrigierte Ulrike Boden, Geschäftsführerin der Awo im Kreis, die Zahlen in der Sitzung auf 81 Jungen und Mädchen beziehungsweise 35. Und auch diese Werte seien schon wieder Schall und Rauch, betonte eine, die es wissen muss. Berna Masjosthusmann, Leiterin des Grundschulverbunds. „Es sind schon wieder mehr“, sagte sie.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 gibt es die OGS an den Langenberger Grundschulen beziehungsweise den Teilstandorten des Verbunds, die früher noch als Offene Ganztagsgrundschule (OGGS) geführt wurde. Träger war von Anfang an die Awo. „Die Zahl der Kinder, die an der OGS teilnehmen, hat stetig von Schuljahr zu Schuljahr zugenommen“, berichtete Ulrike Boden. Nach Startschwierigkeiten zählte die Nachmittagsbetreuung im zweiten Jahr ihres Bestehens neun Teilnehmer. 2010 waren es schon 69. Im vergangenen Jahr wurde erstmals die 100er-Marke geknackt. Den steten Zuwachs führt die Awo-Chefin unter anderem auf die durch die OGS vereinfachte Vereinbarkeit von Schule und Beruf zurück. Aufgrund des Fachkräftemangels und des davon abzuleitenden früheren beruflichen Wiedereinstiegs der Mütter nehme sowohl die Zahl der 45-Stunden-Kinder in den Kindergärten als auch die der OGS-Kinder zu.

Aufgabe der Kommunen sei es nun, die steigenden Raumbedarfe für die zusätzliche Betreuung zu gewährleisten. In Langenberg habe man mit den aktuellen Baumaßnahmen bereits ein wichtiges Signal gegeben, sagte Boden. „Wir können aber beobachten, dass sich wiederum mehr Eltern für die OGS entscheiden, sobald neuer Raum zur Verfügung steht“, unterstrich die Awo-Geschäftsführerin. Auch könnte der von der neuen Landesregierung angedachte Rechtsanspruch auf eine Nachmittagsbetreuung immense Auswirkungen auf das Anmeldeverhalten der Erziehungsberechtigten haben. Von daher sei das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.

SOCIAL BOOKMARKS