Der zweite Lotse geht von Bord
Bild: Wieneke
Ein Lied zum Abschied: Reiner Hammeran
Bild: Wieneke

 „Der zweite Lotse geht von Bord unserer Brinkmannschule“, sagte Rektor Bernhard Heimann zu Beginn einer auf Wunsch des scheidenden Konrektors Hammeran „lockeren Verabschiedung ohne offizielles Protokoll“. Hatten alle Schülerinnen und Schüler ihrem beliebten Pädagogen in der Turnhalle eine schwungvoll-heitere Abschiedsfeier unter dem Motto „Endlich Zeit zum Reisen“ bereitet, sagten die Mädchen und Jungen seiner Klasse 4b mit einem von Müttern heimlich einstudierten Auftritt „Ade“.

Etwas Krasses

 Es sollte kein Gedicht werden, sondern „so richtig was Krasses“, wie Schüler Moritz betonte. Denn mit Reiner Hammeran gehe „einer der nettesten Lehrer und der beste Teamchef“. So boten die Viertklässler zunächst knapp, aber prägnant den Lebenslauf ihres Teamchefs. Überrascht und bewegt dankte Hammeran den Schülern, holte seine Gitarre und sang mit ihnen das von ihm komponierte und getextete Klassenlied. In Versform fasste Schulleiter Heimann seine Worte zur Verabschiedung, denn „Lobensreden mag er nicht, ich mach’s mit ‘nem Gedicht“. Viel habe Hammeran als Pädagoge und als Konrektor für die Brinkmannschule geleistet, sagte Heimann. „Deine Art, die wird uns fehlen.“

Es waren gute Jahre

Den Worten Heimanns schlossen sich die Gäste – Kollegen, Vertreter der Eltern, der Kirche und der Gemeinde, alte Freunde und Mitspieler der Theatergruppe „Die Spielleute“ – an. Ganz persönlich gehalten waren die Worte des scheidenden Pädagogen: „Ich war und bin gern Lehrer, es waren gute Jahre, die ich nicht missen möchte, und ich mache jetzt im Alter für einen jungen Lehrer Platz. Es ist die rechte Zeit zu gehen.“ Hammeran sang für seine Gäste ein Abschiedslied aus eigener Feder – kritisch und mit spitzer Zunge, zugleich aber auch humorvoll, heiter und schelmisch lächelnd..

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