Dreimal ist Norbert Knüwers Recht
Bild: Ebert
Entspannt am Teich: Diethlind und Norbert Knüwer.
Bild: Ebert

Bei der Schützenbruderschaft St. Antonius Benteler neigt sich kommende Woche seine kaiserliche Regentschaft dem Ende. Seit einer Woche ist der 48-Jährige König des Bezirksverbands Wiedenbrück im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. In beiden Fällen an seiner Seite: Ehefrau Diethlind. Und er könnte sich nicht Kaiser der Antoniusschützen nennen, hätte der nicht bereits 1997 als letzter Schütze erfolgreich die Vogelstange verlassen.

Toller Thron

Norbert Knüwer lacht. „Einmal war es eine Wette, ein anderes Mal ein spontaner Entschluss und beim letzten Königsschuss war es Zufall.“ Diethlind und ihr Mann sind des Schützenwesens aber keinesfalls überdrüssig. „Wir haben ein tolles Jahr verbracht“, sagt die Königin. Nicht zuletzt der aus 13 Paaren bestehende Hofstaat und die zwei Thronadjutanten hätten einen großen Anteil daran, dass „immer etwas los war.“ 1997 stand Norbert Knüwer mit zwei Freunden während des Vogelschießens an der Theke. Ein Bier gab das andere und dann der Entschluss der Drei: „Wetten, wir schießen?“ Eine potenzielle Königin war ebenfalls im Handumdrehen gefunden, weil Beate Holthaus sich an ein Jugendversprechen gegenüber Norbert Knüwer erinnerte und daran gebunden fühlte. Wenig später saßen die beiden auf dem Thron der Antoniusschützen. „Im vergangenen Jahr war ich gerade Kompaniechef geworden“, erinnert sich Norbert Knüwer.

Eiskalt verwandelt

Es war kalt, nass und niemand in Sicht, der auf den Vogel in Benteler hielt. Knüwer war auf dem Weg dorthin, wo auch ein Kaiser zu Fuß hingeht, als er Ehefrau Diethlind wenig Bedenkzeit einräumte. Ein WC-Gang und vier Gewehrschuss später hieß das Regentenpaar 2010/11 Königin Diethlind I. und Kaiser Norbert I. „Den Hofstaat hatten wir spontan zusammen“, lobt Diethlind Knüwer Freundes- und Bekanntenkreis. „Keiner hat uns hängenlassen.“ Wie eine eingeschworene Gemeinschaft bewältigten sie mit Spaß und Verantwortung nicht nur zahlreiche Pflichtauftritte, sondern organisierten auch selbst Partys, in denen Festkleid und Uniform im Kleiderschrank blieben.

SOCIAL BOOKMARKS