Empfang: CDU feiert 50-jähriges Bestehen
Bild: Bitter
Hoher Besuch zum 50-jährigen Bestehen des CDU-Gemeindeverbands Langenberg: (v. l.) Landtagsabgeordneter Raphael Tigges, Landtagspräsident André Kuper, Vorsitzende Monika Düsing, ihr Stellvertreter Jürgen Adolf und Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus.
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Dazu gehörten Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus, Landtagspräsident André Kuper und Landtagsabgeordneter Raphael Tigges. Zu den Ehrengästen zählten Bürgermeisterin Susanne Mittag (UWG), der letzte Gemeindedirektor von Langenberg, Josef Höber, Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, aller Ratsfraktionen sowie die von 20 Vereinen und Verbänden. Sie demonstrierten eindrucksvoll, wie tief verankert die CDU im gesellschaftlichen Leben vor Ort ist.

Gründungsdatum fällt auf den 10. Januar 1970

Als sich am 10. Januar 1970 im legendären Drei-Kaiser-Saal der Gaststätte Brill unter den großformatigen Porträts von Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. die Ortsunionen Benteler und Langenberg zusammenschlossen, saß Hans-Rudolf Benteler, der Vater der heutigen Vorsitzenden, unter den Gründern.

Er übernahm den Vorsitz, wurde am 15. März des gleichen Jahres in den Gemeinderat und von diesem am 3. April zum Bürgermeister gewählt. 29 Jahre im Amt folgten. Am Freitagabend verkörperte er Kontinuität wie kein anderer. Hinzu kam eine Ausstellung mit Dokumenten aus fünf Jahrzehnten, zusammengetragen vom ehemaligen CDU-Kreisgeschäftsführer, dem Langenberger Paul Holtmannspötter.

Politisches Handeln geschehe nie im luftleeren Raum und sei kein Selbstzweck, gab Monika Düsing als Richtschnur vor. Sie wertete ihre Vorgänger als wichtige Impuls- und Ideengeber, allen voran Martin Hammelbeck. Ihm sei die Entwicklung von Haselkamps Wiese zu verdanken. Die Vorsitzende kommentierte: „Heute ein Schmuckstück, mit dem sich auch andere gern schmücken würden.“ Es sei das Ziel der CDU, die Gemeinde so zu gestalten, „dass möglichst alle gern und gut hier leben“.

Düsing: „Man muss Stellung beziehen und sich positionieren“

Die legitimierte Mehrheit müsse entscheiden – und nicht der, der am lautesten schreie. Monika Düsing verkündete ihr Verständnis von Demokratie: „Man muss Stellung beziehen und sich positionieren, auch wenn es mal unbequem ist. Wegducken, wenn es Ärger geben könnte, zählt nicht.“

Während des Jubiläumsempfangs zum 50-jährigen Bestehen der CDU Langenberg unterstrich Landtagspräsident André Kuper: „Gemeinsam sind wir stark.“ Auf dem Fundament einer geschlossenen Fraktion in den Gemeinderäten lasse sich zugreifen von der Landes-, Bundes- und Europaebene aus. Auf allen diesen Ebenen seien engagierte Politiker notwendig, sagte Kuper – denn die Demokratie sei nicht mehr selbstverständlich.

Kuper: „Demokratie ist nicht mehr selbstverständlich“

Auch in Europa gerate sie immer mehr unter Druck von rechts und von links. Der Landtagspräsident wörtlich: „Demokratie heißt nicht, immer einer Meinung zu sein. Aber wir müssen zu einem Ausgleich in der Mitte kommen.“ Als Musterbeispiel, wie man einen Namensstreit erst gar nicht aufkommen lässt, hob Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus hervor: „Man legt Benteler und Langenberg zusammen, nennt die Gemeinde Langenberg und wählt Hans-Rudolf Benteler zum Bürgermeister. Schon ist alles geregelt.“

Nach dem Konkurs des größten Arbeitgebers, der Möbelfabrik Bartels-Ibus, habe in der Gemeinde ein gewaltiger Strukturwandel stattgefunden, blickte Ralph Brinkhaus zurück. Er sei jedoch erfolgreich verlaufen dank der Politik vor Ort. Der Bundestagsabgeordnete räumte ein, es sei nicht mehr so einfach, Politiker zu sein, denn das Gute werde in den seltensten Fällen gesehen.

Rückblick in lebendiger Gesprächsrunde

CDU-Kreisvorsitzender Raphael Tigges (MdL) lobte den Ortsverband Langenberg mit Monika Düsing, die Kuper bereits eine Vorsitzende mit Talent genannt hatte, als einen Zusammenschluss mit Ideen und Bürgerforen, die eine Bereicherung für den Kreisverband darstellten. Er zeigte sich optimistisch, dass die CDU auch in Zukunft gestaltende Kraft in Langenberg bleiben werde. Grundsätzlich müsse die Parteiarbeit transparenter werden und auf die Menschen zugehen, ohne sie gleich den Parteibeitritt unterschreiben zu lassen.

In lebendiger Gesprächsrunde blickten auf 50 Jahre CDU zurück: der erste Vorsitzende 1970, Hans-Rudolf Benteler, die Fraktionsvorsitzende im Rat, Monika Düsing, und ihre Vorgängerin Renate Große-Wietfeld, Josef Kröger (30 Jahre im Gemeinderat) sowie Klaus Vorderbrüggen, der Fachmann in der Fraktion für Digitalisierung und Wirtschaftsförderung.

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