Fracking-Gegner lassen es „regnen“
Bild: Woehning
Die Fracking-Gegner aus Langenberg vor der geschmückten Pappel.
Bild: Woehning

Die Gewinnung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten, kurz Fracking, bedeutet einen nicht abzusehenden Eingriff in die Natur. Experten haben das Risiko für Deutschland untersucht – und jüngst grünes Licht gegeben. Aber es soll strenge Auflagen geben. Für die Gegner des Frackings gleicht dieses einer Ohrfeige.

„Grundwasser kann vergiftet werden“

 „Sollte in Langenberg so nach Gas gebohrt werden, riskiert man die Vergiftung des Grundwassers unter uns“, betont Silvio Braunholz, einer der Initiatoren der Anti–Fracking–Proteste in der Gemeinde. Erstmals vor einem Jahr wiesen die Langenberger darauf hin, dass die kanadische Firma BNK– Petroleum Erkundungsrechte für diese Region erworben hatte. Bürgerversammlungen, Unterschriftenaktionen, Beschlüsse des Gemeinderats – einmütig stellten sich seitdem die Langenberger Bürger gegen das Fracking. Bundesweite Proteste mündeten letztlich in der schärferen Gesetzgebung. „Auch wenn in Nordrhein-Westfalen derzeit keine Probebohrungen durchgeführt werden dürfen, können wir längst keine Entwarnung geben“, erläutert Dr. Thomas Woehning. „Die aktuellen Gesetzesänderungen auf Bundesebene lassen den Unternehmen Schlupflöcher offen, erlauben das Fracking weiterhin unter Umständen und Auflagen.“

Eigene Homepage

Und auch Andrea Wachter macht aus ihrem Unmut über die eher kleinen Schritte auf dem noch langen Weg zum endgültigen Fracking-Stopp keinen Hehl. „Ich halte es für ungeheuerlich, dass der vorliegende Gesetzentwurf laut Aussagen der Gelsenwasser-GmbH Entschädigungen für Bohrunternehmungen vorsieht, wenn diese aus Wasserschutzgründen nicht fracken dürfen.“ Aus diesen Gründen wies die Gruppe jüngst beim Langenberger Frühling auf die Gefahren hin. Vielen Bürgern aus der Gemeinde sprechen die Protestler offensichtlich aus der Seele, wie in diesem Rahmen deutlich wurde. Das Gedränge vor dem Aktionsstand der Fracking-Gegner war groß. Mit den Spenden durch den Verkauf von kleinen Anti-Fracking-Magneten wurde jetzt eine eigene Homepage finanziert. Dort wird ab sofort aktuell und ortsnah zum Thema informiert und zur Diskussion angeregt.

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