Frederic Stallein regiert in Langenberg
Bild: Nienaber
Ihr Glück kaum fassen konnten Frederic Stallein und Theresa Wohlfahrt. Die beiden wurden nach dem Königstreffer des 26-jährigen Jungschützen von den Langenbergern als neue Majestäten gefeiert.  
Bild: Nienaber

Mit dem 162. Schuss war es der 26-jährige Jungschütze, der den arg gerupften Aar von der Stange holte. Ihr Glück kaum fassen konnte aber auch seine 22-jährige Mitbewerberin. Sie regiert fortan an der Seite Stalleins als Königin.

Sprechchöre wehen über den Festplatz

Man konnte Mitleid mit den übrigen Anwärtern – namentlich Vorjahres-Beinahekönig Birger Rosenau und Spielmann Max Menze – haben. Schuss um Schuss versetzten Wohlfahrt und der spätere König dem Objekt der Begierde harte Treffer, so dass manch einer auf dem pickepacke vollen Festplatz schon unkte, dass sich es sich um einen Wettstreit im Modus „zwei gegen einen und noch einen“ handele.

70 Minuten benötigten die beiden neuen Majestäten der Schützenbruderschaft St. Lambertus Langenberg für ihr Meisterstück im Teamwork, zu dem sie sich kurzentschlossen in den vergangenen Tagen verabredet hatten. Und auch wenn die Schaufenstergestalterin, die dem Vorstand der Damenkompanie angehört, und der Elektrotechniker im wahren Leben kein Paar sind, geben sie auf dem Thron ein solches mit Bravour ab, wie die über den Platz klingenden „Theresa und Frederic“-Sprechchöre bereits kurz nach dem Vogelsturz bewiesen.

Packender Vierkampf

Zuvor hatten sich die frischgebackenen Majestäten einen packenden Vierkampf mit Rosenau und Menze geliefert. Zwischenzeitlich sah es so aus, als sollten Wohlfahrt und Stallein dabei leer ausgehen. Aber obwohl das zähe Federvieh nach einem Treffer des Vorjahreszweiten arg ins Wanken geriet, wollte es nicht zu Boden gehen – sodass der 26-Jährige um 18.55 Uhr leichtes Spiel hatte.

Unmittelbar nach Beginn des Vogelschießens hatte sich die amtierende Wache auf Insignienjagd begeben. Bereits mit der achten Ladung Blei fiel das Zepter bei Gisbert Schnitker. Zwei Patronen später entledigte Dieter Bröckelmann das Tier seiner Krone. Unmittelbar darauf war es Björn Hahne gegönnt, seine Trophäe vom Boden aufzuheben. Er holte sich mit dem elften Schuss den Apfel. Stefan Deus entriss dem Vogel später dessen linken Flügel. Michael Moorfeld war es, bei dem das rechte Pendant zu Boden segelte.

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