Frischzellenkur für Jugendtreff „Pepper“
Bild: Nienaber
Wer hat an der Uhr gedreht? – Künftig öffnen Katharina Haferkemper und das „Pepper“-Team freitags bis 21 Uhr die Türen des Jugendtreffs. Dann sind Jugendliche ab 14 Jahren willkommen.  
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Nach einer intensiven Vorbereitungszeit ticken die Uhren demnächst anders in der Freizeitoase für „Kids & Teens“ – und das ist wortwörtlich gemeint. Der lang gehegte Wunsch der Politik, den Jugendtreff attraktiver zu machen für Jungen und Ü-14-Jugendliche, scheint in Erfüllung zu gehen. Waren die Angebote des Treffs bisher in erster Linie an Mädchen gerichtet, werden sich auf dem Aktionskalender des „Peppers“ bald auch Angebote wiederfinden, mit denen sich ausschließlich Jungen identifizieren sollen. „Wir haben seit April an der künftigen Ausrichtung des Treffs gearbeitet und in diesem Zug eine Bedarfsabfrage gestartet. Dabei kam heraus, dass sich vor allem Jungen und ältere Jugendliche Raum und Zeit wünschen, in denen sie für sich sein können“, sagt Katharina Haferkemper, die das „Pepper“ seit April 2014 zusammen mit Melody Hoppe leitet. Mit Beginn des Monats Februar werden die Pläne nun in die Tat umgesetzt. In der „Mädelsfreien Zone“, montags von 16 bis 17.30 Uhr, darf gequatscht werden über Themen abseits von Schminke und Mode.

Mit an Bord ist bei diesem neu eingeführten Angebot die Honorarkraft Jose Schrage. Der 22-jährige Marienschüler aus Lipperbruch unterstützt das Leitungs-Doppel und soll speziell der männlichen Jugend als Ansprechpartner dienen. Dienstags kommen fortan alle Sportbegeisterten auf ihre Kosten, denn dann heißt es „Joses Sportday“. In der Zeit von 17 bis 18.30 Uhr steht Honorarkraft Schrage für schweißtreibende Aktivitäten zur Stelle. Die größte Veränderung erfährt der Freitag, der mit Blick auf das Programm komplett umgekrempelt wird. Und das dürfte vor allem die etwas älteren der „Pepper“-Besucher freuen, die sich laut Katharina Haferkemper „Kinderfreie Zonen“ gewünscht hätten. Ab 17 Uhr ist der Jugendtreff dann nämlich nur noch für Jugendliche ab 14 Jahren geöffnet. Und das sogar bis 21 Uhr. Ob des erkannten Bedarfs nach einem „Pepper“-Programm in den Abendstunden sieht Katharina Haferkemper die regelmäßige Ausweitung des Angebots als Erprobungsphase an. Zurzeit kämen nur etwa zehn ältere Jugendliche regelmäßig. Mit dem freitäglichen Abendprogramm soll diese Zahl aber steigen. „Wir gehen dabei nicht blauäugig an die Sache ran und glauben, dass es von heute auf morgen voll wird. Wir sind uns bewusst, dass das etwas ist, was Zeit braucht“, sagt die „Pepper“-Chefin.

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