Für junge Menschen attraktiv werden
Der Jugendbeirat wünscht sich unter anderem eine zeitgemäß gestaltete Gastronomie.

Vor dem Ausschuss für Jugend, Familie und Senioren hat der Vorsitzende des Jugendbeirats Ideen vorgestellt, die Langenberg für junge Menschen attraktiver machen würden. Der Jugendbeirat hatte in den vergangenen Monaten Vorschläge für eine Verbesserung der Lage ausgearbeitet. Ihrer Meinung nach fehle in Langenberg eine zeitgemäß gestaltete Gastronomie, in der junge Erwachsene verweilen würden. „Es könnte auch ein Treff für alle Langenberger werden – vielleicht könnte so etwas mit Unterstützung der Gemeine realisiert werden“, sagte Jan Philipp Fredebeul.

Eine Herzensangelegenheit ist es den Mitgliedern des Jugendbeirats, die Anbindungen an den Nahverkehr zu verbessern. „Wir würden uns zunächst für einen Nachtbus am Wochenende zwischen Lippstadt und Langenberg aussprechen“, sagte der Jugendbeirats-Vorsitzende. Ein Bus in Richtung Lippstadt sei für die Jugendlichen wesentlich interessanter als einer nach Rheda-Wiedenbrück. Renate Große-Wietfeld (CDU) merkte an, dass es schwierig sei, solch einen Nachtbus zu füllen. „Schließlich muss berücksichtigt werden, dass es auch den Fußweg zur Bushaltestelle gibt“, sagte die Ausschuss-Vorsitzende. Dem Jugendbeirat gehe es nicht um einen großen Linienbus, betonte Fredebeul. Philipp Micus (SPD) sprach sich für eine variable Variante aus: „Man könnte zum Beispiel über die Internetseite der Gemeinde erfragen, wann Bedarf ist und einen Nachtbus einsetzen, falls er benötigt wird.“

Laut dem Jugendbericht fehle es in Langenberg an bezahlbaren Mietwohnungen für junge Menschen ohne Kinder und Alleinstehende. Dort bestehe Handlungsbedarf. „Unter dem Aspekt der Integration von Flüchtlingen mit Bleiberecht und der Neuausrichtung der Hochschule Hamm-Lippstadt nimmt dieser Mangel dem Standort ein erhebliches Potenzial“, sagte Fredebeul.

Ebenso wurde eine Gruppe bei Facebook angeregt, in der nützliche Dinge verliehen und verkauft werden können. Um die Einrichtung wird sich der Jugendbeirat kümmern. „Meine Bitte ist, dass die Vorschläge jetzt von der Verwaltung aufgearbeitet werden“, sagte Renate Große-Wietfeld.

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