Gasthof Schrage öffnet als Wurstbraterei
Bild: Nienaber
Es geht weiter mit dem Gasthof Schrage in Benteler. Aus der Insolvenz heraus, die Besitzer Hermann Josef Schrage im April aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit beantragt hatte, öffnet das Haus ab Montag als Wurstbraterei.  
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Aus der Insolvenz heraus, die Besitzer Hermann Josef Schrage im April aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit beantragt hatte, ist in den vergangenen Wochen ein neues Konzept für den Betrieb an der Liesborner Straße ausgearbeitet worden. Das soll bereits ab Montag, 22. August, greifen. Seit 2003 führt Schrage das Benteleraner Traditionshaus nahe der Bundesstraße 55 in benteler, das bereits seit 1821 in Familienbesitz ist und bisher Gastwirtschafts-, Restaurant- und Hotelbetrieb in einem war. Gerüchte, die mehrere hundert Jahre alte Immobilie samt Gastwirtschaft habe mittlerweile den Besitzer gewechselt, räumt Rechtsanwalt Frank Welsch im Gespräch mit der „Glocke“ aus. Das Gebäude befinde sich weiterhin in Familienbesitz, betonte Welsch, der seinerzeit vom Amtsgericht Bielefeld zum Insolvenzverwalter bestellt worden war.

Dennoch werde es gravierende Veränderungen am laufenden Betrieb geben. Blieb die Tür zur Gastwirtschaft in den vergangenen Wochen geschlossen, soll sich das ab Montag wieder ändern. Dann eröffne das Haus als Wurstbraterei neu, erläutert der Gütersloher Jurist. An Werktagen ab Mittag bis in den Abend hinein könnten Besucher „Schlichtes, aber Schmackhaftes“ auf der überschaubaren Karte finden. Als Zielgruppe dürfte Welsch nicht zuletzt die Belegschaften der Firmen in den angrenzenden Industriegebieten in den Blick genommen haben. Dafür spricht unter anderem, dass die Gastwirtschaft zunächst an Wochenenden geschlossen bleibt. H

ermann Josef Schrage werde aus gesundheitlichen Gründen vorerst nicht hinter dem Tresen des Traditionshauses zu sehen sein. Dass vor diesem Hintergrund der bisherige Koch für das Projekt „Schrage 2.0“ gewonnen werden konnte, freue ihn umso mehr, erläutert Frank Welsch. Eine neue Servicekraft werde das Team komplettieren. Der Imbiss, der bisher eine Fläche vor dem Fachwerkhaus angemietet hatte, werde an der Stelle nicht länger anzutreffen sein. Die endgültige Weichenstellung, die über die Art und Weise des Fortbestands des Benteleraner Familienbetriebs entscheiden soll, werde dann erfolgen, wenn Hermann Josef Schrage wieder an Bord ist, betont Welsch. Dann solle sich unter anderem klären, ob und wie es mit dem Hotel-Bereich und der Kegelbahn weitergeht.

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