Gebührenerhöhung für die Tonne?
Bild: Wille
Die Abfallentsorgung könnte teurer werden. Die Gemeinde will keine Anpassung der Gebühren, die Politiker aber sind sich uneins. Einige Fraktionen befürchten eine zu hohe Verschuldung im Jahr 2016.
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Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses waren sich einig, die Gebühren für Schmutzwasser im kommenden Jahr auf drei Euro (vorher 2,80 Euro) pro Kubikmeter, für Druckentwässerungsanschlüsse von 2,10 Euro auf 2,25 Euro pro Kubikmeter zu erhöhen. Die Grundgebühr für Niederschlagswasser pro Grundstück soll auf 52 statt vorher 49,25 Euro steigen. Auch die Gebühren für die Entleerung von Hauskläranlagen soll neu kalkuliert werden. So würde sich, sofern der Rat dem zustimmt, für die Beseitigung von Fäkalschlamm aus Kläranlagen eine Gebühr von 49,30 statt 44 Euro ergeben. Für Abwasser aus abflusslosen Gruben würden dann zum Jahreswechsel 35,75 statt 31,50 Euro fällig werden.

Soweit, so gut. Bei der Kalkulation der Abfallentsorgungsgebühren bekommt Bürgermeisterin Susanne Mittag Gegenwind von der CDU. Die Verwaltung will von einer Anpassung der Gebühren für die Abfallentsorgung absehen. Die Firma Hellweg Entsorgung, die für die Abfuhr von Bio- und Restmüll zuständig ist, verzichtet zum 1. Januar auf eine Gebührenanpassung. In 2013 habe man Verluste in Höhe von 15 000 Euro gemacht. Diese könne man aber bis 2016 ausgleichen, wie Susanne Mittag betonte. Daher sei eine Anpassung in 2015 nicht notwendig.

Anders sieht das aber die CDU: „Darüber sollten wir noch einmal nachdenken. Vielleicht sollten wir doch Anpassungen vornehmen“, schlug Monika Düsing vor. Dr. Thomas Wöhning, Fraktionsvorsitzender der UWG, ist da anderer Meinung: „Wenn wir die Schulden abbauen können, wäre ich dafür, die Gebühren so zu lassen.“ Aber er wünschte sich von der Verwaltung eine klare Prognose, ob man die Schulden abbauen könne. Auch Edgar Klose von den Grünen sieht das Thema skeptisch. „Ich wäre nur dafür, wenn wir in 2016 dann nicht deutlich erhöhen müssen“, betonte er. Am Dienstagabend kamen die Politiker nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Alle Fraktionen wünschen sich eine neue Kalkulation, die dem Rat vorgelegt werden soll.

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