Gemeinde erfasst Anzahl der Hunde
Bild: Tiemann
Er hat eine Steuermarke: Terrier „Sammy“ ist ordnungsgemäß angemeldet. Die Gemeinde Langenberg will jetzt jenen Haltern auf die Schliche kommen, die keine Hundesteuer zahlen.
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Das sei nötig, teilt die Verwaltung mit, weil einige Besitzer ihre Hunde nicht angemeldet hätten, um Steuern zu sparen. Wie nahezu alle Kommunen in Deutschland erhebt auch die Gemeinde Langenberg eine jährliche Hundesteuer. Dies setzt jedoch voraus, dass die Tiere von den Hundehaltern bei der Verwaltung angemeldet werden. Die jährliche Hundesteuer beträgt derzeit 48 Euro für ein Tier. Entsprechend mehr müssen die Hundehalter für zwei oder gar drei Tiere bezahlen. „Leider musste in zurückliegender Zeit festgestellt werden, dass nicht alle Hundehalter der Pflicht zur Anmeldung ihrer Vierbeiner nachgekommen sind“, schreibt die Gemeinde in einer Pressemitteilung. Aus Gründen der Steuergerechtigkeit habe sich die Verwaltung dazu entschlossen, eine Hundebestandsaufnahme durchzuführen.

Bußgelder könnten fällig werden

Dazu werden alle Haushalte in Langenberg und Benteler in den nächsten Wochen von Mitarbeitern einer beauftragten Firma aufgesucht. Sie sind wochentags in der Zeit von 10 bis 20 Uhr und samstags bis 17 Uhr unterwegs. Die Vertreter der Firma wollen durch einer Befragung der Bürger den vorhandenen Hundebestand feststellen. Dazu trägt jeder Mitarbeiter eine von der Gemeinde Langenberg ausgestellte Legitimation. „Zur Durchführung dieses Auftrags werden die Wohnungen nicht betreten. Vor Ort werden auch keine Steuern oder Gebühren erhoben“, heißt es in der Mitteilung. Falls nicht gemeldete Hunde festgestellt werden, müssten die betroffenen Hundehalter mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung rechnen. Zudem könnten Bußgelder geltend gemacht werden. Die Gemeinde empfiehlt daher jedem Hundehalter, sein Tier umgehend anzumelden. Nur so könnten sich die Halter Unannehmlichkeiten ersparen.

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