Gemeinde kommt für Differenzbetrag auf
Keine Experimente: Bei der Offenen Ganztagsgrundschule springt die Gemeinde Langenberg finanziell in die Bresche.

Möglich macht dies eine Umstrukturierung der Einkommensgrenzen. Zuvor mussten Eltern mit einem Jahreseinkommen bis 18 000 Euro für das erste Kind monatlich 30 Euro zahlen. Bei einem Gehalt bis 28 000 Euro waren 40 Euro fällig. Die Finanzierung der OGS steht auf drei Standbeinen: einem Landeszuschuss, den Elternbeiträgen und dem Anteil der Gemeinde Langenberg als Schulträgerin.

Erhöhung des Landeszuschusses wahrscheinlich

Der Zuschuss des Landes soll - sofern dies im endgültigen NRW-Haushalt durchgewunken wird - zum 1. Februar nächsten Jahres von jährlich 820 Euro pro Kind auf 935 Euro angehoben werden. Hinzu kommt der jährliche Gemeindeanteil in Höhe von 410 Euro pro Kind und rund 500 Euro an Elternbeiträgen pro Jahr. Bei den 70 OGS-Kindern in der Schmedding- und Brinkmannschule bedeutet dies Gesamteinnahmen von etwa 121 000 Euro pro Jahr. Damit sind die tatsächlichen Kosten von rund 128 000 Euro allerdings nicht vollständig gedeckt. Den fehlenden Betrag bringt die Gemeinde Langenberg zusätzlich auf. „Das Geld ist bereits im Haushalt eingeplant“, beantwortete Hauptamtsleiter Karl-Heinz Rickmann die CDU-Anfrage, woher das Geld kommen soll. Bernhard Heimann begrüßte die Entscheidung der Gemeinde, den Fehlbetrag zu übernehmen.

Zahl der OGS-Schüler fast verdoppelt

„Gerade die Kinder aus unteren Schichten brauchen wir in der OGS“, sagte der Schulleiter der Brinkmannschule. „Für sie ist diese Einrichtung oft das einzige, was sie an eine Familie erinnert.“ Für das kommende Schuljahr 2011/2012 rechnet die Verwaltung mit insgesamt 70 bis 75 Kindern in der OGS. „Die Zahl der teilnehmenden Schüler hat sich seit dem Start fast verdoppelt“, konstatierte Dr. Thomas Wöning (UWG). „Das ist in Zeiten abnehmender Schülerzahlen eine erstaunliche Entwicklung.“

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