Gemeinde setzt beim Kaffee auf Mehrweg
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Wiederbefüllbar: Bereits im vergangenen Jahr haben sich die Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen im Kreis Gütersloh (GEG) und sämtliche kreisangehörigen Kommunen für die Einführung von Mehrwegbechern ausgesprochen. Dadurch soll die Flut an wenig nachhaltigen Pappbehältnissen abebben.  
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Bereits im vergangenen Jahr haben sich die Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen im Kreis Gütersloh (GEG) und sämtliche kreisangehörigen Kommunen für die Einführung von Mehrwegbechern ausgesprochen. Ziel ist es, ein flächendeckendes System zu etbalieren. Mit an Bord sind auch die, die Kaffee und Co. in den Pappbechern ausgeben.

Kunde muss Pfand zahlen

Die Kreisbäckereiinnungen haben bereits ihre Beteiligung signalisiert, heißt es aus dem Rathaus. Geplant ist, dass die Bäckereien und die anderen ausgebenden Stellen ein Grundkontingent an Bechern kaufen, die sich spülen und wiederbefüllen lassen. Der Kunde kann das Behältnis wie gewohnt mitnehmen, muss dafür jedoch einen Pfandbetrag zahlen. Gibt er den Becher zurück, bekommt er sein Geld zurück.

Die Langenberger Bündnisgrünen befürworten das Engagement der beteiligten Stellen. Sie beantragen darüber hinaus, das Projekt mit einmalig 500 Euro aus der Gemeindekasse zu unterstützen.

Aus Sicht der Verwaltung zielt der Antrag der Partei allerdings ins Leere. Zwar hätten sich die beteiligten Projektpartner auf ein gemeinsames Handeln verständigt. Jedoch habe die zuständige Arbeitsgruppe Abfall auf Kreisebene entschieden, dass sich die Unterstützung der Kommunen nur auf die Bereiche Aufklärung beim Bürger, Marketing und Pressearbeit belaufen soll.

Kostenbeteiligung seitens der Städte und Gemeinden ist nicht vorgesehen

Eine Kostenbeteiligung seitens der Städte und Gemeinden sei jedenfalls nicht vorgesehen: Die Becher sollen von den Kreisbäckerinnungen beziehungsweise den Verkaufsstellen angeschafft werden. Die Verwaltung schlägt der Politik aus diesem Grund vor, den Antrag der Bündnisgrünen abzulehnen, „weil Ziel und Inhalt des Antrags bereits zum größten Teil von der Verwaltung umgesetzt wurden“.

Sollten Kosten auf die Gemeinde zukommen, könnten diese im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel beglichen werden. Beraten wird der Antrag am heutigen Dienstag im Rahmen der Sitzung des Langenberger Gemeinderats. Beginn der Versammlung ist um 18 Uhr im Saal des Rathauses an der Klutenbrinkstraße.

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