Gemeinde zieht an einem Strang
Bild: Wieneke
Die in Langenberg lebenden und zum Gemeindefest eingeladenen Flüchtlinge wurden als Team „Die Tiger“ sie beim Traktor-Ziehen aktiv und erhielten großen Beifall.
Bild: Wieneke

Viele Menschen haben sich für das große Fest engagiert, Ideen realisiert und sich nicht vom Dauerregen beirren lassen. Zahlreiche Bürger haben durch ihr Kommen und ihren Arbeitseinsatz an einem Strang gezogen und wurden durch die gelebte Gemeinschaft belohnt. Natürlich hätte Sonnenschein dem bunten Treiben rund um die Friedenskirche die Krone aufgesetzt, aber Gäste und Gastgeber genossen dennoch das feucht-fröhliche Miteinander in vollen Zügen.

Gut besucht war bei überdachten Sitzplätzen der vom CVJM-Posaunenchor und dem Gospelchor Herzebrock-Clarholz musikalisch gestaltete Gottesdienst unter freiem Himmel zum Auftakt des Fests. Dabei stellte Pastorin Kerstin Pilz das Leitmotto „Wenn alle an einem Strang ziehen“ in das Zentrum, bekam es aber zu Beginn der Verkündigung mit einer stänkernden „Frau Schulz“ alias Bärbel Page zu tun: „Die Kirche ist ein Auslaufmodell, ihre Tage sind gezählt.“ Doch da erhoben sich viele Gemeindemitglieder, überzeugten mit der engagierten Arbeit vielfältiger Gruppen von der Frauenhilfe, dem Kindergottesdienst-Team und dem Besuchsdienst, von den Konfirmanden und den Teamern, den Lektoren, dem Bastel-, dem Männerkreis und der Kirchenmusik bis zum ökumenischen Frauenarbeitskreis.

Gleichzeitig knüpften sie ein Seil, mit dem sie das Modell ihrer Kirche durch die Gemeindegruppe bis vor den Altar zogen. „Menschen machen eine wirklich christliche Gemeinde aus und Kirche ist Gemeinschaft“, resümierte Pastorin Pilz. Das bedeute, dass Menschen sich gegenseitig helfen und füreinander da sind. „Wenn alle an einem Strang ziehen, dann können große gesellschaftliche Herausforderungen wie die aktuelle Frage der Flüchtlinge gemeistert werden“, betonte Pilz. Dann werde Gemeinschaft nicht überfordert oder zerstört und negative Stimmen hätten keine Chance. „Wenn wir das in unseren Gemeinden leben und nicht nur davon reden, dann ist unsere Kirche nicht alt und verstaubt, sondern verdammt modern und steht mitten im prallen Leben“, sagte die Pastorin. So nahmen auf persönliche Einladung auch viele Flüchtlinge am Gemeindefest teil und bereicherten es.

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