Gemischte Gruppe soll Lösung sein
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Die Zeit drängt: Angespannt wird sich schon bald die Situation der in Kindergärten zur Verfügung stehenden Betreuungsplätzen vor allem im Ortsteil Langenberg präsentieren. Seitens der Kreisbehörde wird zur Angebotsaufstockung eine kleine altersgemischte Gruppe favorisiert.  
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Mehr Nachwuchs bedeutet auch mehr Bedarf an Betreuungsplätzen. Mit Blick auf freie Plätze in den Kindergärten ist Langenberg dabei schon jetzt am Limit. Auf dem Papier sieht die Sache noch einigermaßen gut aus: „Jedes angemeldete Kind konnte mit einem Betreuungsplatz versorgt werden“, hieß es zuletzt trotz gestiegener Bedarfe in der Kindergartenbedarfsplanung der Gemeinde.

Diese Aussage ist zwar richtig, muss aber aus zweierlei Blickwinkeln betrachtet werden. Zu beachten ist nämlich, dass ein Rechtsanspruch auf Betreuung für Jungen und Mädchen unter drei Jahren (U3) entweder durch einen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder durch die gleichrangige Kindertagespflege erfüllt werden kann. Und so habe man einige Eltern auf letztgenannte Alternative vertrösten müssen, die ihre Kinder lieber in einer der vier Tagesstätten betreut gesehen hätten als in der Tagespflege.

Im Ü3-Bereich wird sich die Situation demnächst noch angespannter präsentieren. Für im kommenden Jahr voraussichtlich 222 Kinder stehen planerisch 206 Betreuungsplätze in den Kindertageseinrichtungen zur Verfügung. Das entspricht einer Quote von 93 Prozent. Die zu erreichende Zielquote liegt bei 98 Prozent. „Aufgrund der derzeitigen Planzahlen und des Nachfrageverhaltens der Eltern sind in Langenberg zusätzliche U3- und auch Ü3-Plätze erforderlich“, brachte es Marianne Tröster vom Kreis Gütersloh im Rahmen der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Senioren auf den Punkt.

Handlungsbedarf sehe sie zeitnah vor allem im Ortsteil Langenberg, ab dem Betreuungsjahr 2019/2020 auch in Benteler. Seitens der Kreisbehörde werde zur Angebotsaufstockung eine kleine altersgemischte Gruppe favorisiert, sagte Tröster. Eine solche ließe sich bei steigendem Interesse seitens der Eltern, ihre Sprösslinge früher in Obhut einer Kita zu geben, unproblematisch in eine U3-Gruppe umwandeln. Damit wäre die Gemeinde laut Aussage der Kreis-Mitarbeiterin für die Zukunft flexibel aufgestellt. Möglichkeiten der zeitnahen Realisierung würden zurzeit geprüft, sagte Marianne Tröster

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