Gesamter Chabo-Bestand gestohlen
Bild: Wieneke
Dreister Diebstahl von 54 einjährigen Chabo-Rassetieren: Alfons Lütkehellweg – hier mit New Hampshire-Hühnern –, kann die Tat nur sehr schwer verkraften.
Bild: Wieneke

Denn seine komplette, aktuelle Chabo-Zwerghuhn-Zucht mit 54 einjährigen Tieren ist in der Nacht vom 23. auf den 24. November (Mittwoch/Donnerstag) gestohlen worden. Gemeinsam mit seinem Sohn Tobias bildet Alfons Lütkehellweg innerhalb des Rassegeflügelzucht-Vereins (RGZV) Langenberg eine Zuchtgemeinschaft.

Preisgekrönte Tiere

Auf seinem Privatgrundstück in Selhorst hält der erfolgreiche Rassegeflügelzüchter seine Chabo-Alttiere. Für die Jungtiere haben Vater und Sohn Lütkehellweg an der Straße „In der Schweiz“ im Grünen ein ideales Gelände mit mehreren Ställen ausgebaut. Gegen Räuber aus der Luft werden die wertvollen Tiere durch Drahtgitter geschützt – doch gegen diesen Diebstahl durch Menschenhand konnten sie ihre preisgekrönten Lieblinge nicht schützen. Noch am späten Mittwochabend (23. November) hatte Sohn Tobias die Anlage besucht. Als Vater Alfons am Donnerstagmorgen die Zwerghühner füttern wollte, waren sie verschwunden: Die mit einem Schloss gesicherte Stalltür konnte der oder die Diebe nicht knacken, so rissen sie den Maschendraht vor einem Fenster ab und brachen dieses mit einem Spaten auf. 50 einjährige Chabo-Hennen und vier Hähne nahmen sie mit. Zum Transport müssen sie Kisten oder Kartons benutzt haben – ein Pkw dürfte zum Abtransport zu klein gewesen sein. Bis auf wenige Kreuzungstiere waren alle entwendeten Chabo-Zwerghühner mit nummerierten Ringen versehen. Diese wurden der Polizei übergeben. Es handelt sich um Chabo-Tiere  in allen Farben – in Weiß, in Gelb mit schwarzem Schwanz, in Schwarz-Gold und in Schwarz-Silber sowie mit Bart („Okina“).

Immenser Schaden

Die Gefieder sind glatt, gelockt und seidenfiedrig. Durch diesen dreisten Diebstahl ist nicht nur ein finanzieller Schaden in vierstelliger Höhe entstanden, sondern Vater und Sohn Lütkehellweg haben ihre preisgekrönten Tiere komplett verloren. So mussten sie bereits ihre Meldungen für die Bundessiegerschau in Dortmund und für die heimische Kreisverbandsschau zurückziehen. Für die Langenberger Ortsschau zum Jahreswechsel wird der Schlag nur einen Alttierstamm aufbieten. Was bleibt, ist der Hoffnungsschwimmer, dass die Chabos doch noch entdeckt werden. „Denn für den Suppentopf sind unsere Chabos nicht geeignet“, sagt Alfons Lütkehellweg mit einer Portion Galgenhumor.

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