Geschenkte Straße wäre sauberste Lösung
Bild: R. Herrmann
Das Teilstück der Liesborner Straße innerhalb des Benteleraner Ortskerns (Bildmitte) bekäme die Gemeinde vom Kreis geschenkt. Allerdings müsste sie dann auch für die Unterhaltung und die Instandsetzung aufkommen.
Bild: R. Herrmann

 Um doch noch Fördermittel für die Querungshilfe über die Liesborner Straße als erste Baumaßnahme im Zuge des Dorfentwicklungskonzepts Benteler zu bekommen, müsste der Verkehrsweg von einer Kreis- zu einer Gemeindestraße herabgestuft werden und somit den Besitzer wechseln. Kosten würde das Teilstück im Ortskern nichts. „Sie bekämen das Stück der Liesborner Straße geschenkt“, erläuterte Frank Scheffer, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt des Kreises Gütersloh, im Rahmen der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Verschiedene Szenarien durchgespielt

In der Kreisverwaltung habe man verschiedene Szenarien durchgespielt, erläuterte Scheffer den Ausschussmitgliedern. Die Herabstufung von einer Kreis- zu einer Gemeindestraße sei aber „die sauberste und im Grunde einzige Lösung“, um das Problem dauerhaft zu lösen. Nach den Förderrichtlinien würden grundsätzlich nur Maßnahmen auf Flächen gefördert, die sich im Eigentum der Gemeinde befinden. „Nach einer Herabstufung wäre dies also der Fall, und die Querungshilfe würde gefördert“, bestätigte Günter Heidemann, der bei der Bezirksregierung für den Bereich Förderung Dorfentwicklung zuständig ist. Als möglichen Termin für eine Umsetzung nannte Heidemann „spätestens nächstes Jahr“. „Ich habe das Projekt auf meiner Prioritätenliste ganz oben“, betonte der Mitarbeiter der Bezirksregierung.

Pferdefuß

Was aber auf den ersten Moment verlockend klingt, könnte sich womöglich als Geschenk mit sprichwörtlichem Pferdefuß herausstellen. Abschreibungstechnisch sei die Übernahme der Straße „irrelevant“ und eine „Nullnummer“, wie Kämmerer Dirk Vogt erläuterte. Allerdings kämen auf die Gemeinde stetige Unterhaltungs- und irgendwann auch Instandsetzungskosten in derzeit nicht überschaubaren Ausmaßen zu. Auch wenn durch das vermeintliche Geschenk 50 Prozent der Kosten für Baumaßnahme eins im Zuge des Dorfentwicklungskonzepts für den Ortsteil Benteler gesichert wären, nannte Bürgermeisterin Susanne Mittag die Übernahme der Liesborner Straße einen „Schwachpunkt“. In den Fraktionen, im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Rat soll das Thema demnächst weiter diskutiert werden.

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