Grüne fordern Konzept zum Klimaschutz
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Fakten schaffen für künftige Generationen wollen die Langenberger Bündnisgrünen. Sie beantragen, dass die Gemeinde ein Klimaschutzkonzept erstellen soll, das von einem Klimaschutzmanager begleitet wird.  
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Sie beantragen ein Klimaschutzkonzept für die Gemeinde, das eine entsprechende Fachkraft im Rathaus begleiten soll. „Fakten schaffen für künftige Generationen“ möchte Fraktionssprecher Edgar Klose lieber heute als morgen. Das Problem, das er sieht: „Alle reden über Klimaschutz, aber niemand will etwas tun“, erläutert Klose. Sei die kommunale Klimaschutzpolitik mit Hilfe eines Managers in den Verwaltungsreihen erst einmal definiert, könne sie als Impulsgeber für Verbraucher und Gewerbe verstanden werden.

Bürgermeisterin: „Eine Überlegung wert“

Dass der Bund nicht unerhebliche Zuschüsse für die Erstellung eines solchen Richtpapiers gewährt, liegt an den Zielen, die er sich gesteckt hat. Mittelfristig sollen deutschlandweit bis 2030 55 Prozent weniger Treibhausgas ausgestoßen werden. Bei den Kommunen sieht man großes Potenzial für dieses Unterfangen. Dementsprechend werden ein Konzept, das klimarelevante Maßnahmen bündelt, und der Klimaschutzmanager mit bis zu 65 Prozent gefördert.

Für Bürgermeisterin Susanne Mittag ist das Projekt „allemal eine Überlegung wert“, wie sie am Donnerstag in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses betonte. Jedoch müsse es auch personell umsetzbar sein. Mit den derzeitigen Kapazitäten im Rathaus sei das beantragte Maßnahmenbündel nicht zu leisten, unterstrich sie. Einig sind sich die Bürgervertreter in der Sache, dass Langenberg bereits einiges auf den Weg gebracht habe in Sachen Klimaschutz, das Ganze aber ausbaufähig sei.

Verwaltung soll Kosten benennen

Ob ein Konzept und die Schaffung einer Stelle für eine Fachkraft die passenden Lösungen seien, bezweifelt Heribert Kanschik (CDU). Seiner Ansicht sollte die Gemeinde zunächst andere Wege einschlagen, bevor Zeit und Geld in ein Projekt gesteckt würden, das aufgrund ihrer überschaubaren Größe übersichtlich in den Inhalten ausfallen könnte. So gebe es Fördertöpfe des Lands, die maßnahmenspezifisch angezapft werden könnten.

Die Mitglieder des Gremiums verständigten sich darauf, den Antrag der Bündnisgrünen zu schieben. Bis zur nächsten Sitzung soll die Verwaltung das Thema aufbereiten. Unter anderem soll ermittelt werden, welche Kosten auf die Gemeinde zukommen. Auch soll geprüft werden, ob nicht eine interkommunale Zusammenarbeit möglich wäre.

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