Grüne warnen: „Fracking“ birgt Gefahren
Vorstandsteam und Ehrengäste der Langenberger Bündnisgrünen: (v.l.) Thorsten Schmolke (Kreissprecher), Edgar Klose, Heinz Benking, Stephan Rössner (Schriftführer des Kreisverbands), Tanja Weitkemper und Günter Laganowski.

Der Antrag, den öffentlichen Personennachverkehr am Wochenende auf Gemeindekosten zu erweitern, wurde mehrheitlich abgelehnt. Über die Jugendschutzstreife wurde noch einmal ausführlich im Fachausschuss diskutiert, eine Ausweitung der Streifentätigkeit hinsichtlich aufsuchender Jugendarbeit jedoch abgelehnt. Den eingegangenen Beschwerden soll nun durch Einsatz von Videoüberwachung der Schulhöfe und noch flexibleren Einsatzzeiten der Streife begegnet werden.

Intensiv diskutierten die Bündnisgrünen im Anschluss über die Konzessionsverträge für Strom und Gas auf Kreisebene. Die nicht einheitliche Vorgehensweise wurde bedauert. In Langenberg ist nur die Verlängerung der Konzessionsverträge mehrheitsfähig gewesen, aber kein Verpachtungs- oder Beteiligungsmodell. „Die Stadt Harsewinkel ist fortschrittlicher und hat mit den Stadtwerken Versmold gemeinsame Stadtwerke gegründet“, unterstrichen die Langenberger Bündnisgrünen.

Länger wurde auch über das Thema „Fracking“ (Erdgasförderung in Tiefenschichten) diskutiert, das Edgar Klose in der jüngsten Bauausschusssitzung angesprochen hat. Die Lizenzen für die Förderung hat die alte Landesregierung an die kanadische Firma BNK-Petroleum vergeben. Klose: „Die Verwaltungen aller Kommunen waren vollkommen ahnungslos.“ Das Bergbaurecht, ein Bundesrecht, sehe eine Beteiligung der Städte und Gemeinden nicht vor. Auch betroffene Grundstückseigentümer würden bei einer Probebohrung nicht informiert. Das Land habe das Verfahren gestoppt, bis ein Gutachten die Gefahr der Grundwasserbeeinträchtigung durch das „Fracking“ abschließend beurteilt habe, sagte Klose.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und wiedergewählt. Das Führungsteam besteht weiterhin aus dem Sprecher des Ortsverbands Heinz Benking, der Schriftführerin Tanja Weitkemper und dem Kassierer Günter Laganowski. Die Kassenlage der Langenberger Bündnisgrünen ist mehr als zufriedenstellend.

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